Da sitze ich gestern abend entspannt und gedankenlos auf dem Balkon, schlürfte an einem viel zu heißen und noch stärkeren Tässchen Kaffee, prompt klingelte das Handy in meiner (Hosentasche). (editiert) Nichts ahnend ging ich ran, und siehe da, mein alter texanischer Kumpel Johannes Wane war dran. Er ließ mich gar nicht zu Wort kommen, brabbelte gleich drauf los.
Es ging um unseren gemeinsamen Mitstreiter aus alten Tumbstone Zeiten, den guten alten Doc Holliday, auch bekannt als morscher Ferienflieger. Er war mal wieder in Therapie, sollte von seiner Sucht der Fäßchen Whisky loskommen, der olle Trunkenbold. Na ja, Johannes steckte mir, dass Doc jetzt auf so 'ne Art Ersatzwolke an einem Malkurs teilnimmt, ich solle doch mal 'gen Himmel schauen, mir seine ersten Versuche mit Pinsel und Farbe statt Pulle und Wkisky anschauen.
Nun, was soll ich sagen, da bin doch gleich losgestürmt und habe die Versuche von Doc mal eben abgelichtet. Ich finde mal, so übel sind seine Malkünste nicht, obwohl, wer weiß wieviele Flachmänner ihm dabei geholfen haben.
Aber egal, was tut man nicht alles für seine alten Kumpels, die eh nix anderes zu tun haben, als da oben von Wolke zu Wolke zu hüpfen. Pferde sind da leider nicht erlaubt.
Nachdem ich also die Fotos fertig hatte, die hereinbrechende Nacht mich daran erinnerte, dass ich ohne Leuchte unterwegs war, wollte ich mich auf den beschwerlichen Rückweg machen. Doch daraus wurde erstmal nix, denn ich vernahm aus einer leichten Kurve kommend ein fröhliches Gelächter. Ich war allein, dachte, sind es Räuber, Flüchtlinge, Liebeshungrige gar...
Nein, nichts vo alledem. Um die Biegung herum kamen drei junge Menschen, sie erschienen mir wie die berühmt, berüchtigten "Drei Engel für Charly". Aber sie waren es natürlich nicht, nicht im Original, die hängen ja längst bei Madame Tissaut. Dieses muntere Grüppchen war gemütlich unterwegs, machte nicht den Eindruck, als wären sie auf der Flucht. Es waren also drei der guten Art.
Ganz im Stil guter alter Schule trugen sie ihre Klampfen mit und spazierten mit einem hübschen jungen Mädchen des Weges. Nun sagt man ja, drei sind einer zuviel, meistens. Doch in diesem Fall war es augenscheinlich anders. Meine erste Vermutung, die beiden Burschen wollten dem Mädchen die Wahl durch musikalische Klänge erleichtern, die bestätigte sich nicht.
Sie hatte ihre Wahl bereits getroffen, angepaßt der Natur, der goldgelben Farbe des reifen Getreides. Ich meine, es war eine gute Wahl.
Die Bildqualität ist wegen dem starken Sonnenlicht nicht besonders geworden, aber solche Art von regenbogenähnlichen Lichtreflektionen sieht man auch nicht alle Tage.
Den drei jungen Menschen sei hier noch einmal alles gute auf ihren weiteren Wegen gewünscht. Gäbe es mehr von ihnen, wir hätten ein großes Problem weniger...
Und hier noch ein toller Tip! Die nette
Coco aus Bloggerland veranstaltet anläßlich ihres runden Geburtstages, nicht des ihren, nein, ihr Blog hat Geburtstag, eine Verlosung mit tollen Preisen. Ein Besuch auf ihrem Blog ist immer sehr lohnenswert, nicht nur zum Geburtstag!