Mittwoch, 9. Dezember 2009

Paulinchen zog's dahin...





Einmal im Leben, in ihren, na ja noch sehr jungen Jahren, Paulinchen war gerade mal neun Jahre alt, da wollte sie auch einmal in die große Stadt, all die bunten Lichter sehen und einen dieser Weihnachtsmärkte besuchen, von denen sie schon so viel gehört hatte.
Paulinchen wohnte in einem kleinen Ort wo es das alles nicht gab. Nur vom Hörensagen wußte sie davon. Und nun war der Tag gekommen, da hatte sie sich eine Busfahrkarte gekauft und fuhr in die knapp eine halbe Stunde entfernte Stadt. Dort sah sie auch schon die vielen bunten Lichter, die weihnachtlich geschmückten Stände und die vielen Menschen die sich da hindurch drängten.




Paulinchen war nicht schreckhaft, aber mit so vielen Menschen hatte sie nicht gerechnet. Ihre Augen strahlten vor Freude im Lichtermeer der Kerzen. Ein angenehmer Duft von Lebkuchen und anderen Leckereien umspielte ihre Nase. Sie konnte sich nicht sattsehen an den vielen Leckereien, den wunderschönen Figuren und weihnachtlichen Sachen, die sie in dieser Fülle niemals zuvor gesehen hatte.
Paulinchen war zufrieden. Ja, es war eine gute Entscheidung mal in die Stadt zu fahren und selbst sehen zu können, was es in dieser vorweihnachtlichen Zeit alles anzusehen und auch zu kaufen gab. An einer kleinen Weihnachtsbude machte sie Halt. Der Duft frischer Kekse und Waffeln machte sie hungrig. Oh ja, wie gerne hätte sie jetzt auch eine Tüte dieser leckeren Sachen. Paulinchen seufzte ein bisschen in sich hinein, denn sie wußte schon, ohne Geld gab es für sie diese leckeren Dinge nicht.
Sie ging weiter, immer weiter die ganze Straße entlang, drehte um, ging wieder zurück und erfreute sich an dem was sie sah. Von Ferne hörte sie Glocken schlagen, fünfmal. Da wußte sie, der Bus fährt bald zurück, den mußte sie erwischen, es war der letzte der sie zurück in ihren kleinen Ort bringen konnte. Paulinchen schaute noch einmal mit ihren strahlenden Kinderaugen auf das Marktgeschehen, drehte dann um und ging zum Bus, fuhr nach Hause.



Hungrig kam sie dort an, wie gerne hätte sie von den Köstlichkieten dort genossen, aber sie wußte auch dass ihre Eltern nicht das Geld dafür hatten. Paulinchen verstand für ihr Alter sehr gut was es heißt, wenn man mit dem Geld nur knapp über die Runden kam. Und eigentlich war sie auch ein bisschen traurig darüber, dass sie sich nichts hat kaufen können.
Andererseits sagte sie zu sich:
"Nun, kaufen konnte ich nichts, gesehen habe ich sehr viel, die wunderschönen Dinge bleiben mir ja in Erinnerung und gekostet hat es nichts. Und sicher wird es eines Tages klappen, dann kann auch ich mir eine Tüte von leckeren Keksen, vielleicht sogar mit Waffeln kaufen. Ja, so wird es wohl werden..."



Dienstag, 8. Dezember 2009

Projekt - Schöne Momente Herbst/Winter IX



Herbst zur Neige

Blätter verlassen Strauch und Baum
dunkle Wolken zieh'n über das Tal
fahles Licht findet Platz und Raum
im Walde ist es ruhig und kahl

Feuchtes Nass zeigt sich weit und breit
Stürme fegen über's flache Land
erzählen von winterlicher Zeit
Nebel scheint wie ein endlos Band

Kalte Nächte künden jetzt schon an
bunter Herbst zieht müde sich zurück
Schnee und Frost schreiten langsam voran
der Winter kommt bestimmt, mit etwas Glück




Viele weitere Beiträge, Fotos, Gedichte, Gedanken und Geschichten gibt es bei Katinka, (Klick) die dieses wirklich sehr interessante und lesenswerte Projekt ins Leben gerufen hat. Auch ein kleiner Klick auf den Button oben rechts öffnet eine farbenfrohe Welt verschiedenster Blogger, die an diesem Projekt teilnehmen.

Montag, 7. Dezember 2009

Heute bleibt die Stube kalt...



Heute nämlich ist Blogjulklapp! Eine tolle Aktion von Konnas Gedankendeponie, an der sich 83 gemütliche Blogger beteiligen.




Ich wünschen allen einen fröhlichen und ausgeschlafenen Montag zum Wochenbeginn!



Und hier noch kurz das aktuelle Wetterbildchen mit viel Sonne, nur bitterlich kalt ist es.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Einsam und verlassen...



Ich finde diese Zeilen von Anais Nin sehr passend zu dieser besinnlichen Zeit des Advent. Denn sie besteht für viele Menschen ja nicht nur aus freudiger Erwartung und Hoffnung, sondern auch aus Leid und Verlust.
Der Advent ist seit jeher auch eine Zeit der Melancholie, eine in der sich Menschen zurückziehen, sich der Einsamkeit ausliefern, sich ihren inneren Problemen hingeben und häufig daran zerbrechen.
Oftmals sind einfach nur aufkommende Erinnerungen der Auslöser für unbedachte Handlungen, solche die unbedarftes nachsichziehen mit schwerwiegenden Folgen.
In der Advents- und Weihnachtszeit sind viele Menschen alleine, sie sind es nicht nur jetzt, nein, auch vorher waren sie es schon, doch keine andere Jahreszeit macht es ihnen derart heftig bewußt, wie es in der Gemeinsamkeit vorgelebt wird, auch wenn es sie meistens gar nicht mehr gibt.
Erlebte, längst vergangene Gefühle werden wieder wach, zurück gewünscht, herbeigesehnt, wohlwissend dass sich diese Art Wünsche niemals mehr erfüllen werden. So werden aus meistens schmerzlichen Erinnerungen und deren Gedanken daran Verzweiflung und Einsamkeit.
Unnötig zu erwähnen, dass Einsamkeit keine Krankheit ist, und dennoch zu den größten Krankheiten unserer heutigen Gesellschaft zählt.
Es gibt kostenlose Rezepte zur Behandlung dieser Einsamkeit. Warum nicht mal jemand Einsamen in dieser Zeit besuchen, ein paar nette Worte sprechen, einfach nur mal so.
Einsame Menschen gibt es überall um uns herum, suchen brauchen wir sie nicht, aufsuchen aber sollten, können wir sie.

Niemand kommt allein auf diese Welt - viele verlassen sie ganz einsam...

Samstag, 5. Dezember 2009

Fütterung bei Eis und Schnee



Der Winter steht mal wieder vor der Tür, auch wenn er in manchen Gegenden noch gar nicht geklingelt hat, aber er wird es schon tun, will ja schließlich rein, wie jedes Jahr. Allmählich wird es denn auch Zeit vorhandene Futterhäuschen nachzuschauen, zu reinigen und auch schon an ein Plätzchen zu stellen, wo sich die Vögel dann zum Mahle treffen können. Natürlich darf es erst gefüllt werden, wenn wirklich richtiger Frost den Boden im Griff hat und eine dicke Schneedecke liegt, so dass die kleinen Piepser aus eigener Kraft nur noch schwerlich an Nahrung herankommen, denn Räumgeräte haben sie ja nicht.
Geben wir ihnen die notwendige Unterstützung mit Körnern, Nüssen, Rosinen und allem was ihnen zuträglich ist, damit sie uns im Frühling wieder mit ihrem Gesang und kleinem Nachwuchs erfreuen können.




Diese toughen Stockenten brauchen an sich nicht zusätzlich gefüttert werden, sie kommen auch so zurecht. Dennoch macht es immer wieder Freude, wenn diese kleinen bettelnden Watschler ankommen und sich über jeden Krümel Brot freuen...

Freitag, 4. Dezember 2009

Abstieg ins Paradies?



Hier beginnt meistens aus leicht vernebelten Schwaden mein Abstieg in ein sehr schönes Naturschutzgebiet. Für mich ist es recht günstig, da dieser Pfad schon knapp 500 Meter hinter meiner Wohnung beginnt. Eigentlich ist es ja schade, dass es solche Gebiete gibt, geben muß und nicht für alle gilt, die Natur allgemein zu schützen, bewahren und achten.
Immerhin bleiben viele dieser ausgewiesenen Gebiete weitgehenst vom ansonsten vorherrschenden Vandalismus verschont, jedenfalls so lange wie es kaum möglich ist mit dem Auto dort herumzufahren um sich leidigem Müll zu entledigen.



Naturschutzgebiete haben zudem nicht nur für uns Menschen erholsamen Wert, auch viele Tierarten fühlen sich dort wohl. Auf dem Bild ist mal eine sehr seltene Tierart zu sehen. Freilaufende Hühner mit eigenem Leibwächter, nur geschützt durch einen weitmaschigen Zaun, vor Zugriff von unverbesserlicher Menschenhand und Fuchs. Freistehender Wohnraum ist auch ausreichend vorhanden, strenge Bauvorschriften gibt es kaum.



Und in diesem Jahr haben sie reichlich behängte Tannenbäume. Dafür sorgen jährlich die pussierlichen Eichhörnchen, die gerne schon vor dem Fest davon naschen...

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Klare Sternennacht



In dieser Jahreszeit bietet uns der Himmel viele klare Nächte, die von unzähligen Sternen, großen und kleinen, nahen und fernen prächtig erhellt werden. Funkelnd und strahlend geben sie ihr nächtliches Schauspiel, erfreuen den Betrachter. Sie bieten sich geradezu an, als wollten sie sagen, komm doch zu uns Erdling, erfreue dich an unserem Glanz, spiel mit uns.
Eine prächtige Sternenlandschaft die unsere Fantasie, Sehnsucht, Romantik anregt. Unvergänglich, immer wiederkehrend und so faszinierend wie kaum eine andere Naturerscheinung.
Und dennoch gibt es überall auf dieser Welt einen Stern, einen ganz besonderen der über allem strahlt. Es ist der eigene Schatz.
Der schönste und hellste aller Sterne, leuchtet am Tag und leuchtet in der Nacht, ist wertvoller als Gold und Edelstein, unbezahlbar mit einer Kraft und Ausstrahlung in sich - die Liebe.



Und was kann in solch einer wunderbaren Nacht noch schöner sein, als ein Liebesschwur unterm Sternchenhimmel: "Spatz du bist mein Stern, ich hab' dich unendlich gern!"



Und so schaut unser momentanes Wetterchen aus. Trotz angesagtem Regen traut sich die Sonne wohl doch noch hervor, ein bisschen wenigstens, vielleicht...

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Kleine Dinge des Lebens...





Unsere Erde, unsere Welt, unser Universum, unser, unser, unser...nur nicht unser aller.
Wir Menschen sind schon merkwürdige Geschöpfe. Alles was wir sehen und wahrnehmen, das vereinnamen wir, kennzeichen es als das Unsrige. Dabei vergessen wir gerne, dass wir alleine ohne die vielfältige Natur mit ihren Tieren, Tierchen und Pflanzen gar nicht existieren könnten. Autark gesehen ist der Mensch auf dieser Erde hilflos, braucht die Umwelt zum überleben, dennoch geht er sehr brutal mit ihr um, immer auf dem Weg der Zerstörung.
Selbst kleinste Lebewesen tragen wesentlich mehr zum Erhalt, Bestand der Erde bei, als es Menschen je getan haben, jemals können werden. Eines der vielleicht begreiflichsten Beispiele sind die Bienen und alle mit ihnen artverwandten Gattungen, die durch unermüdliche Schwerstarbeit dafür sorgen, die für uns Menschen kaum bis gar nicht mögliche Bestäubung der unzähligen Pflanzen, dass diese reibungslos klappt, die Fortpflanzung lebenswichtiger Arten sicherstellen, damit wir die Früchte ernten können, und weiterleben...
Nicht auszudenken, wenn diese für uns Menschen so lebensnotwendige Arbeit eines Tages ausbleiben würde. Ein Großteil von uns, der nicht bereits an chemische Nahrungsmittel aus den Supermärkten gewöhnt ist, sie vielleicht nicht mal veträgt, der würde gnadenlos verhungern, an den verbleibenden monotonen tierischen Nahrungsmitteln, an manchen Mangelerscheinungen krank werden.
Ein Szenario von streikenden Bienenvölkern auf dieser Erde, nein, das möge niemals geschehen, aber es ist sehr einfach vorstellbar.




Wir Menschen sollten endlich anfangen zu begreifen --- nicht weiter zerstören...



Und hier noch ein aktuelles Bild vom Wetterchen um 9 Uhr, luschig kalt, ein bisschen Frost und einfach nur herrlich...



Dienstag, 1. Dezember 2009

Hilfreiche Tipps rund ums Automobil




Wer erinnert sich nicht an die gute alte Zeit, wo bequeme und äußerst umweltfreundliche Postkutschen durch das Land fegten. Abenteuerliche Reisen haben viel Freude bereitet, als Reisender lernte man viele Menschen kennen, fremde Leutchen die plötzlich aus den Büschen kamen, sich kurz und nett vorstellten, um dann mit gerne gegebenen Gaben wieder davon zu ziehen.
Tja, lang ist's her, aber die technische Entwicklung läßt sich nun mal nicht aufhalten. Heute benutzen wir Automobile um mal eben kurz und zackig um die Ecke zu kurven, die schwere Tüte Brötchen abzuholen und ganz fix wieder nach Hause fahren, damit die Brötchen so knackig frisch auf den Tisch kommen, als wären sie aus hauseigenem Backofen.
Doch während die Pferdchen damals sehr pflegeleicht waren, haben unsere gummibereiften Zeitgenossen manchmal so ihre Problemchen, mucken herum oder machen einfach keinen Spaß. An dieser Stelle gebe ich nun ein paar hilfreiche Ratschläge für die häufigsten Pannen an einem des meist gekauften Modells:



Tip Nr.1 - Ein Loch im Tank
Eine der ärgerlichsten Pannen überhaupt. Da hat man gerade vollgetankt, fährt los und schon nach kurzer Zeit ist das Vergnügen einer Freiluftfahrt schon wieder vorbei. Im Tank ist ein Leck, der beliebte Biosprit läuft aus, wartet auf ein Zigarettenpäuschen und es müffelt gewaltig. An Weiterfahrt nicht zu denken...
Doch Halt, wer in solch eine Situation gerät, der kann den Fehler sehr schnell und selbst beheben. Ein einfaches Kaugummi, Form, Farbe und Geschmack spielen jetzt keine Rolle, das hilft schon. Man nehme es aus dem Mund, oder von dort wo man es letztens plaziert hat und stopfe es auf das Loch. Fertig, Panne behoben und gute Fahrt...

Tip Nr.2 - Ein Loch im Tank und es ist dunkel
Tja, diese beliebte Panne mit dem Loch im Tank geschieht ja nicht nur am Tage, meistens schleichen sich diese kleinen Fehlerteufel des nachts ein. Kaugummi sollte ja immer da sein, nur fehlt meistens das Licht unter dem Wägelchen, um das Loch auch finden zu können. Die Taschenlampe leuchtet ja nur sehr ungern um die Ecken... Doch Halt, auch hier ist es ganz einfach den Lichtstrahl dahin zu bringen, wo man ihn braucht. Man nehme nur rasch einen Fahrradspiegel, befestige ihn an die Taschenlampe und leitet damit den Lichtstrahl dorthin, na, wohin denn wohl, natürlich Richtung dem kleinen Loch im Tank, dann gehe man genauso vor, wie oben beschrieben...

Tip Nr.3 - Die Scheiben beschlagen von innen
Diesen Ärger kennt doch jeder. Man kommt sich vor wie in einer Nebelwand. Dann greift man zum Taschentuch und wischt, merkt gar nicht, dass man sich zuvor den knalligen Lippenstift der Kollegin, dem Kollegen vorsichthalber damit abgewischt hat und, klar doch, die Scheibe ist völlig verschmiert, eine Weiterfahrt kaum möglich um noch pünktlich mit auswendig gelernter Ausrede nach Hause zu kommen. Doch Halt, auch hier gibt es eine ganz einfache Hilfe. Man greife sich einfach beim nächsten Einkauf im Supermarkt ein Wischerblatt eines geparkten Autos, sichere es im eigenen Schätzelchen unter dem Sitz und wenn die Scheibe mal beschlägt, dann wischt man einfach mit dem Blättchen, streifenfrei versteht sich und alles läuft wie geschmiert...

So, das waren dann erstmal die wichtigsten Tipps und Tricks, damit das geliebte Wägelchen auch immer gut in Schuß ist und die Brötchen unterwegs nicht erfrieren müssen.
Wem das alles zuviel Müh' und Arbeit ist, dem empfehle ich das Fortbewegungsmittel der Zukunft:





Und merke: Haste 'nen Bollerwagen, brauchste die Brötchen auch nich tragen...

Montag, 30. November 2009

Projekt - Schöne Momente Herbst/Winter VIII



Durch die unerwartet milden Temperaturen haben sich viele unserer heimischen Pflanzen entschlossen, die begonnene Winterruhe zu unterbrechen und uns noch einmal mit ihrer Pracht zu erfreuen. Erwartet hatt ich diese Blütenpracht nicht, als ich diesen kleinen Reiterweg hinter dem Schlößchen entlang ging. Ein laues Lüftchen machte diesen Spaziergang zum Genuß. Wann gab es schon mal so einen warmen November, der zwar auch seine stürmischen Seiten gezeigt hat, aber irgendwie doch nicht so richtig weiß, was er machen soll. Nun, kann ja egal sein, solange wir uns an solchen Anblicken erfreuen können...



Und hier noch ein paar kleine Eindrücke vom Innenhof des Schlößchens mit der Verwaltung und einem Moos bewachsenen Findling. Den scheint der gute Obelix hier mal vergessen zu haben. Ist aber eine sehr schöne Dekoration, für Garten, Feld und Fensterbank...

Dieser Beitrag gehört zum Projekt "Schöne Momente", das Katinka ins rollen gebracht hat und das immer weiter rollt. Ein kleiner Klick auf den Button reicht schon aus, tut auch gar nicht weh, ist nicht ansteckend, einfach nur schön, denn da kommt man auf die Seite, wo ganz viele tolle Beiträge zum Projekt abgeheftet sind.

Sonntag, 29. November 2009

Aphorismen - Adventskalender
























Die Nummern auf den Türchen sind rein zufällig. Hinter den kleinen Bildern verbergen sich kurze Sprüche, Aphorismen, die vielleicht ein bisschen Freude in diese besinnliche Zeit bringen mögen.
Es ist natürlich keine Pflicht, ein Türchen zu öffnen, ich nehme es einfach nur mal an:


Abraxandria öffnet Türchen Nr. 1
"Gehet nach dem Stern der Liebe, meine Kinder!"
(Wilhelm Raabe)


Brigitte öffnet Türchen Nr. 2
"Die Gans zum Pfarrer: "Herr Pfarrer, bitte sagen sie mir die ganze Wahrheit. Gibt es ein Leben nach Weihnachten?"
(Hab' ich mal gehört)


Azahar öffnet Türchen Nr. 3
"Dankende Augen sind tausendmal stärker als Worte des Dankes."
(Peter von Dresden)


Bettina öffnet Türchen Nr. 4
"Wenn das Haus durchsichtig wird gehören die Sterne mit zum Fest."
(Hugo von Hofmannsthal)


Buchstabenwiese öffnet Türchen Nr. 5
"Eine von Liebe erfüllte Beziehung ist eine gefüllte Schatzkiste, wertvoller als eine Goldgrube."
(Ernst Ferstl)


Carol öffnet Türchen Nr. 6
"Die Kirche Roms hat durch die Einführung des Weihnachtsfestes das Christentum gerettet."
(Paul Anton de Lagarde)


Coco öffnet Türchen Nr. 7
"Es gibt nichts Schlimmeres als ein Weihnachtslied im Januar."
(Graffito)


Follygirl öffnet Türchen Nr. 8
"Weihnachten. Es war immer ein schönes Fest."
(Theodor Storm)


Lilie öffnet Türchen Nr. 9
"Hört die Glocken wie sie läuten so hell, jetzt gibt's bald was Richtiges zum Mampfen, gell!"
(Stefan Wittlin)


Helmut öffnet Türchen Nr. 10
"Nichts macht einen Fürsten mehr Ehre als die Bescheidenheit seiner Günstlinge."
(Jean de la Bruyère)


Katinka öffnet Türchen Nr. 11
"Weihnachten kennt keine Grenzen. Es verbindet Kulturen, Geschlechter, Kinder und Erwachsene, Arm und Reich."
(Gudrun Kropp)


Katja öffnet Türchen Nr. 12
Advent ist eine Zeit der Erschütterung, in der der Mensch wach werden soll zu sich selbst."
(Alfred Delp)


Luiza öffnet Türchen Nr. 13
"Wenn jedes Herz gerecht und weise wäre, dann wär' so manche Tugend überflüssig."
(Jean Baptiste Molière)


 Kleeblumenkranz öffnet Türchen Nr. 14
"Fröhlich soll mein Herze springen dieser Zeit, da vor Freude alle Engel singen."
(Paul Gerhardt)


Mi Camino la Montana öffnet Türchen Nr. 15
"Das Gefühl eigener Armut macht anmutig"
(Johann Wolfgang von Goethe)


Netty öffnet Türchen Nr. 16
"Warmes Sonnenlicht rieselt über die Wiesen: grüne Weihnachten."
(Ernst Ferstl)


Nicole öffnet Türchen Nr. 17
"Wenige besitzen die Mäßigung, sich mit einem geringen Verlust zu begnügen."
(Emanuel Wertheimer)


Nila öffnet Türchen Nr. 18
"Die Geburt Jesu in Bethlehem ist keine einmalige Geschichte, sondern ein Geschenk, das ewig bleibt."
(Martin Luther)


Paleica öffnet Türchen Nr. 19
"Gesegnet, die auf Erden Frieden stiften."
(William Shakespeare)


Fairy öffnet Türchen Nr. 20
"Wenn Weihnachten das Fest der Liebe ist, warum ist dann Weihnachten nur an Weihnacht?"
(Engelbert Schinkel)


Sonnengewand öffnet Türchen Nr. 21
"In dulce jubilo - nun singet und seid froh."
(Peter von Dresden)


Takinu öffnet Türchen Nr. 22
"Die hoffnungsvolle Erwartungshaltung der Adventzeit sollte man sich das Jahr über bewahren."
(Gudrun Kropp)


Ocean öffnet Türchen Nr. 23
"Manche Menschen sind Engel, manche davon wissen es gar nicht."
(Wolfgang J. Reus)


Wienermädel öffnet Türchen Nr. 24
"Heute ist euch der Retter geboren, er ist der Messias, der Herr."
(Lukas 2.11)






So, nachdem alle Türchen geöffnet sind, nehme ich mir den Kalender, drehe ihn um und lese dort:
"Die Wahrheit ist vorhanden für den Weisen, die Schönheit für ein fühlend Herz."
(Schiller)

Diesen Spruch widme ich allen, die jemals meine Seite besucht haben. Dankeschön!

                                                                               





























Samstag, 28. November 2009

Zwei Menschen auf gemeinsamen Weg...(6)




Im Jahr 1944, also heute vor gut 65 Jahren spielte man den musikalischen Hit "Beim erstenmal..." vom unvergessenen Hans Albers, na ja, nicht jeder wird ihn kennen nach so langer Zeit, aber sein Name taucht auch heute immer mal wieder auf. Ob man bei damaliger Eheschließung dieses Lied gespielt hat, das weiß ich natürlich nicht, möglich wäre es. Nun, falls jemand diesen Song irgendwo erklingen hört, dann könnte es sein, dass dort die "Eiserne Hochzeit" gefeiert wird...

"Die Seele hätte keinen Regenbogen, wenn die Augen nicht weinen könnten"
(Indianisches Sprichwort)



Im Jahr 1942 und noch ein halbes Jahr früher, also reichlich vor über 67 Jahren landete Ilse Werner mit "Du und ich im Mondschein" einen ihrer Hits. Zu damaliger Zeit schon ein bisschen gewagter Text, dem sich aber doch viele Liebespaare und solche die es werden wollten gefolgt sind. Denn anders ist es ja kaum zu erklären, dass es heute noch Paare gibt, die damals den Bund der Ehe eingegangen und auch heute noch beisammen sind. Diese dürfen nun auch die "Steinerne Hochzeit" feiern...

"Jedes gütige Wort ist wie ein von einem Sonnenstrahl getroffener Tautropfen"
(Indianische Weisheit)



Im Jahr 1939, also 70 Jahre von heute an zurück, da gab es eine Sängerin die durch ihre meist melancholischen Lieder, manch einer nennt sie auch Moll-Gesänge, weltweiten Ruhm erreichte. Eines der wohl bekanntesten war "Nur nicht aus Liebe weinen" von Zarah Leander. Ein Titel, der so leicht sicher nicht zu befolgen war, ist, wenn man vor dem Traualtar stand oder steht. Diese Freudentränen aber sollten auch die einzigen im Laufe einer Ehe sein, eine, die durchaus 70 Jahre und mehr andauert und durch die feierliche "Hochzeit durch Gottes Gnade" begangen wird. Den Namen habe ich ein bisschen abgeändert, weil mir der richtige dafür nicht passend erscheint, nicht die Würdigung in sich hat, die solch ein Jubiläum verdient hat...

"Du kannst sehen, wo der Regenbogen die Erde berührt, aber bis du dort eintriffst, ist er weitergezogen"
(Indianische Logik)




Das Jahr 1934 nach unserer Zeitrechnung beendet nun die Reihe der Hochzeits-Jubiläen. Immerhin sind 75 Jahre nicht nur ein gewaltiger Zeitraum, ein honoriges und ehrenvolles Alter, nein, 75 Jahre lang gemeinsam einen Weg, viele Wege zu gehen, durch eine geschlossene Ehe manifestiert, diese läßt sich kaum mehr in Worte fassen. Ich habe hierzu ein Lied gefunden, dass zu dieser Zeit sehr bekannt gewesen ist und von einer Sängerin mit Namen Anny Ondra vorgetragen wurde. Der Titel ist: "Ich lieb' Dich, I love you, je t'aime"
Dem kann und will ich nichts mehr hinzufügen, nur all denen, die solch einen Tag gemeinsam begehen, alles Gute zur "Kronjuwelenhochzeit" wünschen!

"Wenn Du mich anblickst, bin ich glücklich wie die Blumen, wenn sie den Tau fühlen"
(Indianisches Volkslied)

So, mit dieser 6.Folge ist nun die kleine Reihe der bekannten Hochzeitsjubiläen abgeschlossen. Mein Dankeschön an alle, die gelesen haben was mir dazu so eingefallen ist.

Zwei Menschen auf gemeinsamen Weg, mögen sie ihn noch lange gehen...

                                                                       

Freitag, 27. November 2009

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...



Schon seit Gregor dem Großen gilt die Adventszeit zur Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Nun wird sich manch einer fragen, wer war das denn, Gregor, kennt doch niemand und dann auch noch groß. Gut, ich kenne ihn natürlich auch nicht, er soll hier nur als Beginn des Brauches dienen, da man anfing Tannenzweige zu einem Kranz zu binden um sich so auf die Geburt Jesu Christi vorzubereiten. So jedenfalls besagen es alte Schriften aus frühchristlicher Zeit.
Als ersten Advent hat man immer den ersten Sonntag nach dem 26. November festegelegt, man könnte auch sagen, es ist seit jeher der vierte Sonntag vor dem 25. Dezember. Sehr einfach zu merken, bei all den vielen Terminen die man so in sich trägt, vor sich herschiebt oder gerne hätte.
Die Adventszeit hatte in früheren Jahrhunderten viele Bräuche die heute fast alle vergessen sind. Damals ging es noch fröhlich und heiter zu. Es gab Umzüge, nicht zu verwechseln mit heutigen Karnevalsnasen, Lieder- und Bettelgänge wurden durchgeführt, man hat also noch richtig gesungen, meistens sogar selbst, nur wenige konnten sich eigene Sänger leisten. Natürlich gab es auch damals schon regionale Unterschiede, wie man die Zeit zur Ankunft Jesu überbrückte.
Hier und da kennt man sie noch, die Klöpfelsnächte, Andreasabende, den Beginn der Rauhnächte oder den Barbaratag. Fast alle hingegen kennen den auch aus alten Tagen stammenden Nikolaustag. Klar, da gibt es ja auch immer was, und wenn's nur die gut gemeinte Rute ist, in diesen Zeiten nimmt man ja gerne.
Erstaunlich bei fast aller christlicher Tradition ist, diese entstammen nicht nur daraus, sondern in ihnen leben alte germanische Vorstellungen aus der Glaubenswelt unserer heidnischen Vorfahren.
Viele dieser alten Sitten und Riten haben das Licht durch Kerzen, kleine und große Feuerchen symbolisiert. Denn unsere lieben Vorfahren, vielleicht auch unsere Ahnen, wer weiß schon näheres, die liebten es geradzu in dunklen Nächten Lichter in den Häusern anzuzünden. Denn sie dienten ihnen zur Beschwörung und Abwehr der damals herumschleichenden bösen Kräfte.
Heute gibt es diese Böslinge zwar nicht mehr, was nicht wunderlich ist, schließlich haben wir zu deren Abwehr schon lange unsere Lichtschalter in Gebrauch. Dennoch bleibt zum Nachdenken, dass wir gerade zur Adventszeit immer wieder ganz narrisch auf möglichst viele Kerzen sind, die wir auch überall im Haus aufstellen.
Sollte vielleicht doch noch der eine oder andere böse Geist sein Unwesen treiben, der diesen Aufwand lohnt? Könnte schon sein, wenn man die Adventszeit als erste Wahrnung für sie nimmt. Immerhin haben sie Zeit genug, sich davon zu machen. Diejenigen von ihnen die nicht rechtzeitig die Kurve gekratzt haben, tja, die werden dann mit den unzähligen Feuerwerken zu Sylvester endgültig vertrieben, zumindest so lange, bis es wieder heißt, es ist der erste Sonntag nach dem 26. November.



...und wenn es aufgehört hat zu brennen, muß man 'ne neue Kerze nehmen...

Donnerstag, 26. November 2009

Kolonialismus auf dem Vormarsch


Eine kleine Erinnerung an mehr als 1 Milliarde Menschen, die auf dieser Welt hungern müssen.
Sie hungern nicht, weil wir hier genug zu essen haben...
Sie hungern nicht, weil wir zu wenig spenden...
Sie hungern nicht, weil...

Diese Menschen hungern, weil alle Industrienationen dieser Erde seit Jahrzehnten Raubbau in ihren Ländern betrieben haben, dies auch heute weiterhin gewissenlos tun. Jetzt, wo sich die Rohstoffe langsam und allmächlich dem Ende neigen, da geht es an das Land der armen Staaten. Große Konzerne deren eigene Staaten nicht über ausreichende Landflächen verfügen, die pachten in von uns heute im 3. Jahrtausend immer noch diskreminierend genannten Entwicklungsländern riesige Anbauflächen fruchtbaren Landes. Zur Zeit besonders betroffen davon sind Madagaskar, der Sudan, Kambodscha und der Kongo. Weitere stehen bereits auf der "Einkaufsliste"
Diese Konzerne tun das, um die heimische Lebensmittelversorgung zu immer tieferen Dumpingpreisen sicherzustellen. Die Menschen vor Ort dienen den Konzernen lediglich als billige Arbeitskräfte auf Sklavenniveau, ihnen bleibt von der Produktion nichts.
Führend beim sogenannten Land-Grabbing sind China, Südkorea, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Ägypten. Diese Länder selbst verfügen nur über knappe Ackerflächen zur Nutzung von Lebensmitteln, haben einen Großteil für benötigte Pflanzen zur Herstellung von Biosprit belegt.
Die Befürchtung ist groß, dass sich schon bald auch europäische Konzerne an dieser Art von Landraub beteiligen werden. Einer der größten Lebensmittelhersteller, die Firma Nestle, sie ist bereits daran beteiligt.

Der Wettlauf um die Äcker der Armen ist in vollem Gang...

Mittwoch, 25. November 2009

Aus der Plätzchen-Bäckerei




Wer glaubt, Engel haben nichts anderes zu tun, als nur herumzufliegen, mal ein bisschen Musik auf 'ner hübschen Wolke zu spielen, der irrt sich gewaltig. Alljährlich um und in der Adventszeit da steigen sie herunter auf die Erde. Natürlich nicht alle, aber die für's backen eingeteilten tun es regelmäßig und auch gerne. Denn man muß wissen, im Himmel ist es nicht so einfach einen Backofen auf die richtige Temperatur zu bringen.
Schon, ja, es gibt Fotos auf denen der Himmel so feurig scheint, man zuschauen kann, wenn sie dort oben die Tür vom Backofen öffnen. Das ist dann jedesmal ein gewaltiges Schauspiel das sich uns da bietet. Aber diese himmlischen Backöfen haben auch Nachteile, denn sie sind einfach zu groß und nur für die Plätzchen geeignet, die in großen Mengen hergestellt werden müssen.
Für die verschiedenen genüßlichen Plätzchen, Kekse und kleine Kuchen jedoch, die mit all den Verzierungen und besonderen Zutaten, da müssen auch sie auf Mutter Erde herunter fliegen und hier einen der sicher einigen noch bekannten guten alten Kochmaschinen mit Holzbefeuerung benutzen. Solch einen stellen sie dann gerne unter einen großen Baum, der möglichst schon sehr alt ist und diese jahreszeitlich unübliche Hitze vertragen kann.
Auf dem oberen Bild sind die kleinen Wölkchen zu sehen, die so ein Ofen abgibt, wenn er die richtige Temperatur erreicht hat. Von den kleinen Bäckerinnen habe ich leider kein Foto, denn sie sind darauf nicht zu sehen...



...darum hier mal ein Bildchen aus meinem Archiv, wie es dabei zugeht. Um evtl. Fragen gleich vorwegzunehmen, ja, beim backen legen sie ihre Flügel ab, die würden ja auch nur hinderlich im Wege stehen.

Und mal ganz abgesehen davon, sind nicht eigentlich alle Frauen, egal ob Mädchen, junge oder ältere Frau, Mutter oder Oma, sind sie nicht allesamt Engel, wenn sie uns die herrlich duftenden Plätzchen backen?

Montag, 23. November 2009

Frische Nachrichten aus Galaktia Spirentius



Aus dem All:
"Die Erdlinge kommen mit dem Bau ihrer Raumstation immer noch nicht richtig weiter. Die voraussichtliche Fertigstellung wird sich aufgrund mangelnder Transportsysteme um weitere 50 Erdenjahre verzögern..."

Galaktische Politik:
"Bei der jüngsten Zusammenkunft aller bewohnten Planeten unseres Sonnensystemns auf Merkur kam es erneut zu einem Eklat. Wieder einmal waren es die Erdlinge, die ihr Veto einlegten. Die Konferenz wollte beschließen, dass alle Verursacher von Weltraumschrott, insbesondere dem des atomaren sich dazu verpflichten, diesen innerhalb der nächsten 5 Tage nach Galaktia, das entspricht 10 Erdenjahre auf eigene Kosten zu beseitigen. Die Abgesandten Erdenbewohner, allesamt angebliche politische Spezialisten auf dem Gebiet von Umwelt, Natur und Universum waren nicht mal bereit, dazu eine Absichtserklärung zu unterschreiben, so dass der im All herumfliegende Müll auch weiterhin eine große Gefahr für uns alle darstellt..."

Galktischer Universumschutz
"Der oberste Rat unseres Sonnensystems hat vor wenigen Stunden beschlossen, die Wasserreservoirs der Erde nicht weiter anzuzapfen, da diese sich dem Ende neigen. Einstimmig wurde auch beschlossen, dass sich der Rat unseres Sonnensystems nicht in die Kämpfe der Erdlinge um das Wasser einmischt. Das gilt solange, wie die Erde dafür keine ihrer lasergesteuerten im All auf elyptischen Umlaufbahnen geparkten Waffen einsetzt..."

Sport:
"Die Liga "Kreis des Tieres" hat den Spielbetrieb wieder aufgenommen, die neue Saison hat die ersten Überraschungen gebracht. Hier die vorliegenden Ergebnisse:
Fulminato Löwe unterliegt Kraule Jungfrau mit a zu f
Glupsch Wassermann schlägt Klampfe Fisch mit r zu ö
Pumpe Steinbock und Vitori Schütze trennen sich unentschieden q zu p

Letzte Meldung:
Auf der Welt-Erden-Klima-Konferenz hat man sich endlich geeinigt. Der Vertragstext lautet wie folgt:
"Die Klimakonferenz hat sich darauf geeinigt, dass eine  Einigung wegen Uneinigkeit der eigenen Eigenheiten nicht geeignet ist sich zu einigen, demnach sind die Erwartungen in sofern erfüllt, dass es zu keiner Einigung gekommen ist. Einigkeit hingegen besteht darin, den nächsten Einigungsversuch in 25 Jahren in einiger Absicht einzugehen..."




Und da sage noch jemand, es gibt kein weiteres Leben im Univerusm...

Projekt - Schöne Momente Herbst/Winter VII




Der Herbst hält doch immer wieder kleine, nette Überraschungen für uns bereit, solche die man gar nicht mal erwartet, und auch einige, die man zwar schon häufig gesehen hat, aber nie so richtig beachtet. In diesen Zeiten, wo sich auch die letzten Blätter, die ewigen Nachzügler endlich entschlossen haben, die Bäume zu verlassen, damit die sich auf die harte Winterzeit einstellen können, da blinzeln doch hier und da noch kleine unscheinbare Blümchen ein bisschen vorsichtig aus Laub und Gras.
Ja, es gibt sie tatsächlich auch jetzt noch, diese kleinen bunten Farbtupfer, die sich unermüdlich nach den warmen Sonnestrahlen recken, keine Lust verspüren, sich bis zum kommenden Frühjahr zu verstecken. Schöne Momente, unerwartet und einfach nur zum genießen...

Wer mehr Bilder, Berichte, Geschichten, Gedanken, Gedichte und vieles weitere zu diesem Projekt, das sich hat Katinka einfallen lassen und bis hierher ein toller Erfolg durch die vielen Teilnehmer und wunderschönen Beiträge ist, der braucht nur auf den kleinen Button klicken oder Hier.



Sonntag, 22. November 2009

Edlen Zeiten entgegen gehen...(5)



Nach 45 Jahren steht in der Arbeitswelt im Normalfall der verdiente Ruhestand an. Schließlich hat man genug für die Allgemeinheit geschafft und kann sich nach so langer Zeit mit meist karger Rente versuchen einen so angenehm wie möglichen Lebensabend zu gestalten. Nicht aber in der Ehegemeinschaft. Da gibt es keine Auszeit und kein verschnaufen, auch wenn das berühmte erste Mal schon so lange zurück liegt. Diese gemeinsame Zeit verdient eine anständige Feier, die "Messinghochzeit"

"Wir lieben im Alter ganz noch so feurig wie in der Jugend, nur dass sich in letzterer unsere Liebe von selbst verrät, im Alter sie gesucht, entdeckt, ermutigt sein will..."
(Karl Ferdinand Gutzkow 1869)




Den meisten von uns dürfte es recht schwer fallen, sich an einen Tag vor 5 Jahren zu erinnern, was damals in seinem Leben geschah, wichtiges oder unwichtiges spielt dabei kaum eine Rolle. Wenn aber ein Ehepaar einmal zurück denkt, was vor genau 50 Jahren gewesen ist, dann kehren all die schönen Erinnerungen wie ein kleiner Film wieder zurück. Wer gemeinsam den Tag der "Goldenen Hochzeit" begeht, der schaut gerne zurück, ohne Wehmut, ist einfach nur glücklich. Und das soll, muß kräftig und in feierlichem Stil mit großer Tafel und vielen Teilnehmern gefeiert werden.

"Das einzige Gold, das ich je im Leben angestrebt habe, ist das Gold in meiner "Goldenen Hochzeit" - Silber und Platin habe ich schon..."
(Willy Meurer *1934)




Mit den dahinlaufenden Jahren schwindet auch immer mehr die Anzahl von Jubiläen, die auf einstige große Liebe begründet sind, zu Zeiten da Hochzeiten meistens noch anderen Stellenwert hatten, wilde, verwilderte Ehen kaum bis gar nicht bekannt waren, man sogar in den Stand, den Titel des Partners einheiraten und ihn nutzen konnte. Nicht vielen Paaren ist es aus heutiger Sicht vergönnt, auch noch nach 55 Jahren des Zusammenlebens das vor langer Zeit gegebene Ja-Wort noch einmal zu wiederholen, erneuern und dieses mit der "Juwelenhochzeit" im Kreise der Lieben zu festigen.

"Man suche die leuchtendsten Augenblicke seines Lebens und analysiere sie, und man wird finden, dass in der Regel die Liebe im Spiel war. Die Liebe setzt dem Leben das Gold auf..."
(Jakob Boßhart 1862 - 1924)



Werte haben - und vermehren, was ist das schon gegen die Werte der Liebe, wahre Werte , die auch nach 60 Jahren einer Ehe nichts an Wert verloren haben, auch wenn es in dieser Zeit mal auf und ab ging, ein Kurseinbruch jedoch, nein, der hat diesem Wert der Liebe nie geschadet , kann ihm keine Verluste zufügen.
Die "Diamantene Hochzeit" ist eine sehr seltene und eine so besondere, dass es hierzu wirklich einmal bedarf, auch die breite Öffentlichkeit an diesem Jubiläum teilhaben zu lassen. Gebührende Ehrungen gebühren diesen Ehepaaren!

"Geistliche Vereinigung nenne ich jenes unaufhörliche Gedenken, das unzertrennbar im Herzen innen jubelt durch die Glut der Liebe..."
(Isaak von Ninive 600 - 650)

Fortsetzung folgt ... vielleicht...

Und hier noch kurz das aktuelle Wetterbildchen



Samstag, 21. November 2009

Arabischer Genuß aus der Wüste




Um die Adventszeit herum beginnt ja bekanntlich in vielen Haushalten die Zeit des Backens. Wundervolle Plätzchen, Kekse, Kuchen und alles in diese Zeit passende wird zubereitet und meistens in Backöfen zu wohlschmeckenden Gaumenfreuden fertiggestellt. Verschiedene Arten der Herstellung erfordern einige Zutaten, Gewürze, die man sonst nicht so häufig in der Küche hat. Doch jetzt sind sie meistens vorhanden, so auch Kardamom, als ganze Kapseln oder auch als Pulver.
Und hier bietet es sich mal an, ein Tässchen Kaffe der besonderen Art zuzubereiten, und während der Backofen seinen Job erledigt, diese genüßlich zu trinken. Verkürzt die Wartezeit und ist richtig lecker.
Für ein Tässchen "Café à la Scheik" braucht man gar nicht viel. Es reichen 2 Teelöffel gemahlener Kaffee, 2 Teelöffel zerdrückter Kardamom und eine Tasse kochendes Wasser.
Der Kaffee kommt in eine, Kardamom in eine andere Tasse, die jeweils halbvoll mit heißem Wasser gefüllt werden. Beide Mixturen dann in eine angewärmte Tasse abseihen und mischen.
Mehr braucht es nicht, um einen gewürzten Kaffe trinken zu können, wie es die Söhne der arabischen Wüsten auch heute noch tun.

Backvergnügen mit ein bisschen Wüsten-Flair - mal was anderes...

Freitag, 20. November 2009

Unaufhaltsames Ende...




Wenn das letzte zwitschern der Vögel verstummt ist...
Wenn der letzte Baum vertrocknet ist...
Wenn die Sonne fast schon ganz verschwunden ist...
Wenn die Erde nur noch von dunklen Schatten umgeben ist...

Dann ist es zu spät! Die kommende Weltklimakonferenz in Kopenhagen wird zeigen, dass niemand wirklich bereit ist, diese Welt zu erhalten. Von schönen volumigen Reden, Vorhaben die in Jahrzehnten umgesetzt werden sollen, von Gebeten und Klima-Tänzen, von all dem erholt sich die Erde nicht. 

Das Gebot der Stunde ist ein anderes, jeder kennt es - niemand will es befolgen...fast niemand...



                       So fröhlich und gut gelaunt zeigt sich der Himmel heute bei uns gegen 10.45 Uhr.

Donnerstag, 19. November 2009

Reine Ansichtssache...





In diesen ofmals trüben Tagen, läßt sich dem Wetterchen wohl schon ein Schnippchen schlagen.
Man stell' sich nur mal vor so in Gedanken, draußen blüht's, der Wein fängt an zu ranken.
Die Sonne lacht vom Himmel hoch auf uns herunter, macht Laune und ratzeputz auch munter.
Mit einem Lächeln hüpfen wir aus unserm Bett, das macht hübsch, glücklich, ist sehr nett.
Und rufen allen zu 'nen fröhlich guten Morgen, gern bereit von guter Laune was zu borgen.
So läßt sich grauer Tag in Frohsinn wandeln, ohne Müh und Umstand, ohne goßes Handeln.
Nur wer solch Gedanken gar nicht folgen mag, der muß halt durch, durch einen mürrisch trüben Tag.





Genieße den Tag, geh' fröhlich mit ihm um, es ist der Letzte...vielleicht aber auch nicht...



Mittwoch, 18. November 2009

Baukasten - Leben



Solche Ansichten erinnern mich irgendwie an das Leben. Wie Steinchen aus einem Baukasten, mit denen man zunächst so gar nichts anfangen kann, da eine Anleitung fehlt die es möglich machen würde, aus all diesen kleinen Einzelteilen etwas zu formen,..



...klar, man kann schon etwas draus machen, das die Fantasie nicht besonders anstrengt. Heraus dabei aber kommt höchstens ein Gebilde, einigermaßen geordnet wie diese Wand eines Hauses, die eingepreßt in einem festgelegten Schema ihr Dasein fristet...



...Menschen aber kann man nicht so einfach Steinchen auf Steinchen setzten und warten, was dabei herauskommt. Obwohl die Bestandteile auch nicht viel wertvoller sind, als die eines Steinchens. Erst durch die verschiedenen Formen und Herkünfte, Abstammungen derer, erst daurch kann ein Gebilde geschaffen werden, mit all der Komplexilität, die einen Menschen ausmacht, oder auch nicht...

Ich finde, wir Menschen kommen einem Baukasten schon sehr nahe, auch wenn oftmals großes Glück dazu gehört, den richtigen Baumeister zu haben, der aus den vielen Einzelteilen etwas zusammenfügt, das es wertvoll und liebenswert macht.
Wehe dem, der an einen lustlosen Gesellen gerät, der die Steinchen immer wieder durcheinander bringt, die Lust an Fertigstellung gar verliert und ein unfertiges Gewerk zurückläßt.

Na ja, für alle die es mal versuchen wollen, es gibt ja diese Legosteine...zum üben...

Dienstag, 17. November 2009

Wenn die Erinnerungen wach werden...(4)



Hach, wie herrlich schön ist es doch, nach langer Zeit einmal wieder in alten Fotoalben herumzustöbern, die Gedanken kreisen zu lassen. Nun sind mittlerweile 20 Jahre, man bedenke mal, wieviele Roststellen ein Autochen schon hat, nach so langer Zeit, tja, die Jahre sind nun dahin, wohin auch immer, sie sind weg, nur im Innern, da sind sie noch da. Damit das auch für die weitere Zukunft so bleibt, hat sich der Hochzeitskalender ein Fest mit dem Namen "Porzellanhochzeit" einfallen lassen. Doch zerbrochen wird hierbei nichts mehr, das geschah ja schon kurz vor dem ersten Mal...



Im Laufe der Zeit dann, die Liebe, die Menschen, sie werden älter, weiser, besonnener und manchmal auch klüger, da braucht es dann nicht mehr solch kurze Abstände um erinnert zu werden, was man sich hat damals alles so versprochen, welche Liebesschwüre gesagt wurden, von denen sicher auch heute noch der ein oder andere nicht erfüllt wurde, und auch die erforderliche Kondition von Feierlichkeiten läßt bekanntlich langsam nach, da läßt man gerne 5 weitere Jahre verstreichen um mit dem des damaligen JA-Wortes beglückten eine glanzvolle Feier der Erinnerung, Erneuerung oder einfach nur des guten Willens wegen zu veranstalten. Im großen Kreis begeht man die sehr bekannte "Silberhochzeit"...




Seide, Rosen Silber, all das schenk' ich Dir. Welch schöne Worte, Versprechungen, wenn sie sich denn auch alle wenigstens vom Ansatz her erfüllt haben. Und auch, wie es so schön heißt, man soll die Hoffnung niemals aufgeben, manchmal ist es besser, gewisse Erwartungen ein bisschen zurückzuschrauben. Natürlich gilt das nicht für jene, die bis hierhin tapfer und standfest durchgehalten haben. Denn die erwartet eine noch gewaltigere Festivität, zu der es eigentlich erforderlich wäre, einen Tauschschein zu machen, wenigstens gute 5 Minuten Luft anhalten ist schon von Nöten. Es sei denn, man hat eine der leiblichen Japanerinnen geehelicht, die sich dem Hobby Tauchen verschrieben haben. Jetzt nämlich nach fulminanten 30 Jahren mit gleichem Partner ist die "Perlenhochzeit" fällig...




Kaum ist der Alltag wieder ins eheliche Glück eingekehrt, da steht etwas an, das so gewöhnlich nicht mehr ist. Man kennt sich nun schon über 3 Jahrzehnte, ein viertel Jahrhundert, klein gerechnet könnte man diesen Zeitraum auch auf ein Jahrtausend benennen, aber nein, das wäre wohl noch ein bisschen verfrüht. Dennoch gibt es einen Zeitabschnitt der sich ein drittel Jahrhundert nennt. Bedenkt man, dass die meisten nach dem ersten Mal, das vielleicht sogar reichlich Nachkommen hat glücken lassen, es nun wieder an die gute alte Zeit der Zweisamkeit geht, dann ist es schon recht schwierig zu dritteln. Ungeachtet dessen jedoch wird dieses Drittel eines ganzen Jahrhunderts natürlich auch gebührend gefeiert, wiederholt sich ja meistens nicht. Somit

steht nun die nachhaltig duftende "Knoblauchhochzeit" an..



Wie in der Natur, so auch beim Menschen, und ja, natürlich auch in der Ehegemeinschaft, irgendwann beginnt der Spätsommer, hier und da mal leicht bewölkt, ein bisserl gewittrig, auch kleine Stürme tauchen aus dem Nichts auf, und die Zeit rinnt so dahin. Nicht, dass sie zum stehen kommt, nee, nur manchmal hakt es schon, sind Kleinigkeiten das eigentliche Übel, denn Großes hat man in der Regel hinter sich gebracht, gewuppt, wie auch immer, jedenfalls zeigt die Skala deutlich, es geht nicht weiter bergauf, also langsam an den Abstieg denken, ohne jedoch zu stolpern, denn immer noch liegt formendes Material für die beisammen gebliebenen bereit. 37 und 1 halbes Jahr sind jetzt rum, ohne Wenn und Aber, ohne Verlustmeldung, auch wenn sie in den Köpfen noch vorhanden, tatsächlich sind sie futsch. Rückblickend auf diese lange Zeit bietet sich jetzt die Ausrichtung der "Aluminiumhochzeit" an...



Wer seinen 40. Geburtstag feiert, diesen runden, viele mögen ihn zwar nicht, aber man kann ihn nicht überspringen, übergehen schon, aber meistens sorgen andere dafür, dieses Jubelfest nicht zu vergessen, der kann auf eine ganze Weile an Erlebnissen und Geschehnissen zurückblicken. Wer 40 Jahre verheiratet ist, denen gebührt schon eine besondere Ehre, denn da gibt es nicht nur Rückblicke, da sind unendlich viele gemeinsame Erlebnisse und alles mit dem ersten Mal verbundene ineinander fest zusammengefügt, wie an einer Perlenschnur kann die zusammen verbrachte Zeit genossen werden, Denn 40 Jahre mit dem selben Partner, das ist, das kann nur Liebe sein! Darum wird dieses Ereignis auch gebührend und feierlich begangen. Dieser besondere Tag nach dem ersten Mal trägt den Namen "Rubinhochzeit" und den hat dieses Jubiläum auch mehr als verdient...


Fortsetzung folgt...vielleicht...

Montag, 16. November 2009

Projekt -. Schöne Momente Herbst/Winter VI



Das war vielleicht der letzte Spaziergang durch wunderschön gefärbten Wald, der den Herbst zu einem nicht nur farbenprächtigen, auch zu einem nachdenkenswerten Monat werden läßt. Trotz aller Schönheit in der Natur sollte die Vergänglichkeit von allem nicht vergessen werden. Auch nicht, wie besonders schützenswert selbst die kleinsten Fleckchen sind, wenn wir sie denn auch weiterhin, am besten immer wieder von neuem genießen möchten.
Jeder von uns kann ein Stückchen beitragen, dass sich Pflanzen und Tiere auf dieser Erde wohlfühlen, nicht dauernd ums Überleben kämpfen müssen. Es braucht dazu gar nicht mal von jedem große Taten, auch finanzielle Anstrengungen sind nicht nötig. Schon Kleinigkeiten reichen aus, um hier sinnvoll zu helfen, auch mal darauf zu achten und zu sagen, wenn man jemanden trifft, der achtlos leere Flaschen, Dosen und anderen Müll einfach so wegwirft. Manchmal helfen kleine, freundliche Hinweise an die Betreffenden, sie zur Einsicht zu bringen...manchmal aber, leider nicht.
Ich habe mal eine Gruppe Jugendlicher angesprochen, die vor Freude an einem kleinen Unterstand im Wald ein paar Flaschen zerdeppert haben. Ich fragte, ob sie es toll fänden, dass sich daran viele Tiere böse verletzen könnten, denn sie tragen schließlich keine Schuhe. In dem Fall war Einsicht da, allerdings auch nur, weil zwei Mädchen wohl zu Tierfreunden gehörten. Gemeinsam haben sie die Scherben aufgesammelt und in den bereitstehenden Abfallbehälter getan.
Gut, eine sicher nicht alltägliche Begebenheit, aber es gibt sie, und sie können auch ein bisschen was bewegen, vielleicht das Verhalten etwas ändern.

Für mich jedenfalls gehört dieses Geschehnis zu einem schönen Moment im Herbst...



Wer mehr schöne Momente, Gedanken, kleine Geschichten, Gedichte, Bilder oder Erlebnisse zum Thema Herbst lesen und anschauen möchte, der braucht nur auf den kleinen Button "Schöne Momente Herbst/Winter" zu klicken, dann kommt er auf Katinkas Seite, die dieses Projekt begonnen hat und in sehr netter, aufgeräumter Form führt.


Sonntag, 15. November 2009

Ein bisschen teilen schadet nicht...



Jeder der ein bisschen, viel, oder sogar zuviel Glück in seinem Leben hatte, hat, der kann, sollte ein wenig davon abgeben. Denn auch noch so viel Glück des Einzelnen hier auf Erden, es ist vergänglich. Und nichts ist wohl schöner, als die Vergänglichkeit zu verlangsamen, etwas von seinem Glück abzugeben, zu teilen...




Das fehlende Stückchen am rechten unteren Bildrand habe ich schon mal abgegeben...

Samstag, 14. November 2009

Fulminanter Sonnenaufgang und netter Untergang



So farbenprächtig zeigte sich der Himmel heute morgen gegen 7.15 Uhr bei uns gleich hinterm Schlösschen.




Und hier verabschiedete sich die Sonne an gleicher Stelle, nur anders herum...

Puttäpfel...



In mancher Küche duftet es zur Zeit aus dem Backofen nach schmackhaften Äpfeln, die einfach so, mit Zimt, Vanillesauce und anderen Schleckereien ein wahrer Genuß sind, für alle die es mögen.
Doch nicht nur uns munden diese leicht verschrumpelten Leckerbissen, auch die Natur hat ein ähnliches Rezept parat.
Herabgefallene Äpfel, die auf ihrem Weg nach unten in Hecken und Sträuchern hängengeblieben sind, sie verwandeln sich auch in eine Art der uns bekannten Bratäpfel. Zwar sind sie für Menschen nicht besonders genießbar, aber manch kleines und größeres Tierchen findet auch daran Gefallen, kann ich mir jedenfalls vorstellen.




Hier ist mal einer mit herrlicher Karamellsauce...

Freitag, 13. November 2009

Gib Dich nicht auf!




Gehe offen mit Dir selber um, suche das Gespräch. Es gibt immer einen Menschen der Dir zuhört. Sprich aus, was Dich bedrückt. Du bist nicht allein auf dieser Welt, auch wenn es so scheinen mag. Kein Problem ist es wert, nicht gelöst zu werden...




Glückspfennige sind aus

Längst vergessen sind die Zeiten, in denen unsere damals kleinste Münze, der altbewährte Pfennig als Glückssymbol gute Dienste leistete.

Doch nicht nur dieses Attribut stand ihm zu, er wurde, obwohl nur von kleinem Wert, auch sehr geachtet. Vielfach mußte er sogar als Brautpfennig herhalten. Junge Mädchen sammelten ihn, um sich dann zu gegebener Zeit Brautschuhe davon zu kaufen. Gleichwohl wurde er zu vielen ähnlichen Zwecken in kleine und größere Behältnisse eingelagert...


Und häufig war es ein recht vergnüglicher Moment, wenn man auf seinem Weg einen dieser Winzlinge, von seinem Besitzer einsam und verlassen, auf dem Boden liegen sah. Gut, viel Reichtum konnte man mit ihm nicht erlangen, aber es war doch immer wieder etwas Besonderes, einen Pfennig, der einem ja gar nicht gehörte, zu finden, ihn als Glücksbringer in die Tasche steckte.

Manch einer hatte darüber hinaus noch einen mehrfachen Wert seiner Prägung, wenn er aus Kupfer bestand , ein bestimmtes Jahr und Prägeort trug.


Heute, weit nach Einführung des Euro, da findet man sie nicht mehr. Jetzt liegen 1-Cent Stücke herum, um die sich kaum jemand noch bücken mag. Dieser Cent hat halt nicht mal annähernd die Auststrahlung und Anziehungskraft, wie der alte Pfennig.

Die Cent Münze ist irgendwie ein notwendiges Übel, mehr nicht. Sie ist und wird niemals Ersatz für den Vorgänger sein.

Allenfalls reiht er sich in die Welt der Euronen ein, die sich vielleicht schon bald aufmacht zur Weltwährung anzuwachsen, um dann von einer neuen wieder ersetzt zu werden.


Schon heute sind die altbewährten Muscheln dafür im Gespräch.





Nun denn, mache ich mich mal auf, diese herrlichen an den Strand gespülten, vielleicht schon bald neuen Zahlungsmittel zu suchen....

Donnerstag, 12. November 2009

Schöner Morgen - Heute Morgen



Auch an trüben Novembertagen gibt es solche herrlichen Himmelsbilder, die einfach nur Freude machen. Ist natürlich auch verständlich, denn selbst der Himmel muß mal ein Päuschen einlegen, kann schließlich auch nicht dauernd da oben rumheulen...





...schade ist dabei nur, irgendetwas muß ihn doch sehr bedrücken. Denn kaum zeigt er mal ein kleines Lächeln, schon fängt er wieder an zu schluchzen, bricht abermals in Tränen aus.
Irgendwie scheint er mir so 'ne kleine Heulsuse zu sein. Oder er ist ständig beleidigt, weil wir Menschen über ihn schimpfen, verunglimpfen und unseren Frust über ihn lautstark ausrufen. Gut, ich werde ihm von nun an jeden Tag einen guten Morgen wünschen, vielleicht hilft das ja ein bisschen...



(Fotos von heute Morgen gegen 8.00 Uhr )



Und so schaut es im Moment aus, kurz nach Schlag 13 Uhr. Die Heulboje hat mit ihrem mimosenhaften Gesang schon wieder begonnen...
 
                                             

Mittwoch, 11. November 2009

Der Liebe wegen nach...





Sacré Coeur


Notre Dame


La Tour Eiffel


Notre Dame


L' Arc de Triomphe


Paris, eine nie schlafen wollende multikulturelle Metropole, eine mit dem Flair längst vergangener Epochen ausgestattete Stadt, die jederzeit einen Besuch lohnt.

Dienstag, 10. November 2009

Ein Sternchen für's Heim


"Ich hole Dir die Sterne vom Himmel!" Ein schön romantisches Versprechen, nur, ganz so einfach ist es dann doch nicht, wenn es daran ist, dieses auch einzulösen.
Nun ja, man muß aber auch nicht so hoch, um einen Stern zu verschenken. Anfang November gibt es diese Weihnachtsterne überall, preiswert oder teuer, schon in passendem Blumentopf, aber auch ganz einfach im Anzuchtbehälter, so dass man diese hübsche Pflanze selbst in einem passenden Gefäß kunstvoll dekorieren und verschenken kann.
Sie ist eine dankbare ihrer Zunft, braucht keine aufwendige Pflege, ein kleines Plätzchen reicht ihr schon, um mit der tollen Farbgebung zu erfreuen. Auch gießen ist keine Herausforderung. Sie kann durchaus gut 10 Tage ohne Wasser auskommen.
Der lateinische Name ist "Euphorbia pulcherrima", was so ungefähr die "Schöne" bedeutet.
Für Pflanzenfreunde und Liebhaber excellenter Fotos von denen, da empfehle ich gerne mal einen ganz tollen Blog, wo jeden Tag ein neues Foto aus der Welt der Flora und Fauna anzuschauen ist, mit korrekten Bezeichnungen und den lateinischen Namen. "SunnyLatinus" aus Österreich  zeigt in ihrem Blog die ganze Schönheit der Natur!

Ein kleiner Klick für den Nutzer - ein großer Genuß für's Auge...

Montag, 9. November 2009

Projekt - Schöne Momente Herbst/Winter V




Nicht nur die Natur, auch alle von Menschen geschaffenen Dinge bereiten sich nun auf einen langen Winterschlaf vor. Während es bei Pflanzen und Tieren häufig eindrucksvoll zu beobachten ist, wie sie mit ihren Vorbereitungen beschäftigt sind, uns daran teilhaben lassen, schöne und auch lustige Momente des Augenblicks schenken, verschwinden von Menschenhand errichtete Einrichtungen einfach sang- und klanglos in Reservatenkammern, oder sie werden einfach stillos geschlossen.




Was bleibt, ist nur noch ein Blick zurück, auf das Tor, welches gut gesichert den Eingang zu besonderen Sehenswürdigkeiten versperrt. Aber gut, man soll ja nicht klagen, freuen wir uns auf den kommenden Frühling, wenn Freizeitparks, Schwimmbäder, oder Freilichtmuseen wieder öffnen, sich mit frischer Pracht den Besuchern präsentieren.




Auf dem Foto ist eine Mühle zu sehen, die im lippischen Freilichtmuseum in Detmold am Teutobuger Wald ihr neues Zuhause gefunden hat. Ein sehenswertes Stück Geschichte, das Dank solcher Einrichtungen für die Nachwelt erhalten bleibt...

Viele weitere Bilder, Berichte, Geschichten, Gedichte und Gedanken zum Projekt, das die Naturfreundin Katinka ins rollen gebracht hat, sie sind durch kleinen Klicks auf den Button anzuschauen. Es lohnt sich wirklich, mal anzusehen, wie vielfältig und abwechslungsreich die schönen Momente des Herbstes interpretiert werden.

Sonntag, 8. November 2009

Ein verführerisches Früchtchen stellt sich vor



Das Früchtchen Physalis ist ein an sich recht unscheinbares, aber hat es faustdick hinter zarter Schale. Denn sie ist ein Kraftpaket voller Vitamine der Sorte A, B und C, die sich nach Genuß in unserem Körper fröhlich entfalten. Eine sehr wohlschmeckende Frucht, von leicht bitter bis fast schon süß.
Sie eignet sich sehr gut zur Dekoration, schon beim Frühstück gibt sie eine gute Figur ab. Und je nach dem, was man an Mahlzeiten reicht, kann man die Physalis auch geschmacklich daran anpassen. Wer es lieber süßlich mag, der greift am besten beim Kauf zu hellbraunen Früchten. Die bittere Sorte erkennt man sehr gut an der noch grün bis grünlichen Färbung. Das passt meistens, aber nicht immer.
Auf jeden Fall sind die braungefärbten Schalen sehr viel reifer, daher haben sie auch mehr Süße in sich produziert. Die eignen sich sogar hervorragend zum naschen, mal so zwischendurch. Doch Vorsicht ist schon geboten, irgendwie haben sie ein Zabermittelchen in sich, das kann regelrecht süchtig machen. Daher ist es ratsam, besser gleich zwei oder drei dieser kleinen Körbchen zu erwerben. Teuer sind sie nicht, obwohl die meisten bei uns käuflichen aus dem fernen Kolumbien stammen.
Und man sollte wissen, Physalis reifen nicht nach, also nicht in der Form, wie es uns die grünen Bananen vormachen, vorgaukeln.

Die Physalis ist ein tolles Früchtchen, so richtig zum reinbeißen...



Samstag, 7. November 2009

Dem Töpfchen auf der Spur



Selten genug hatte ich das Glück, einen Regenbogen zu fotografieren. Freitag nachmittag gelang es mir rein zufällig, Gut, er war leider nicht ganz zu sehen und viel zu schnell weg, als dass ich große Standortwechsel vornehmen konnte. Dennoch hat es mich gefreut, weil diese im Herbst in unserer Gegend eher selten sind.
Die oberen Bilder zeigen den sonnigen Himmel von Süden her, die unteren den nördlichen Teil.
Und natürlich, zu einem Regenbogen, da fällt sicher nicht nur mir diese nette Geschichte ein, um einen mürrischen Zwerg, der den Auftrag bekam, ein am Ende des Bogens befindliches Goldtöpfchen bis auf's letzte Hemd zu bewachen.
Als Kinder sind wir seinerzeit tatsächlich darauf hereingefallen und schon mal losmarschiert. Würde mir heute aber nicht mehr passieren, hinter diesem Töpfchen herzujagen, nie und nimmer nicht.

...als ich dachte, ich hätte das Ende erreicht, da war der Regenbogen schon futsch...

Freitag, 6. November 2009

Ein Versuch ist es wert...




Im fernen Österreich, das liegt gleich hinter den großen Bergen, da irgendwo sitzt Frau Arven an ihrem Laptop und tüftelt manch tolle Idee aus. Gut, ist auch eine schöne Beschäftigung für kommende schneeverwehte Winterabende.
Eine Blogparade hat sie ausgerufen, etwas, von dem ich überhaupt keine Ahnung habe. Dennoch wagte ich es, mich dort anzumelden. Das Bild der aufgehenden Sonne vom vergangenen Sonntag und das nachfolgende Geschreibsel soll mein Beitrag dazu sein.

"Ein Tässchen Kaffee am frühen Morgen
vertreibt die nächtlich geträumten Sorgen.
Und ist ein Böhnchen auch mal bitter,
egal, schreib's auf und poste es in Twitter.
Schon wahr, das Tröpfchen, es macht süchtig,
doch gibt's auch Schwung, peppig und ganz tüchtig.
Vor langer Reise doch, da sollte Frau ihn meiden,
sonst muß sie kurz nach Abfahrt schon wieder ...........äh, anhalten."



Zum Abschluß noch ein kleines Rezept:
"Flammendes Herz"
Man braucht dazu 1 Tasse heißen Mokka, ist ja auch irgendwie Kaffee, 2 Teelöffel Zucker, 2 cl Weinbrand oder Cognac. Die Kaffeetasse wird mit dem Mokka gefüllt, der Zucker hinzugefügt. Dann wird der Weinbrand vorsichtig über einen Löffel auf den Kaffee laufen gelassen, dann angezündet und brennend serviert.

Schmeckt echt toll, nur ein bisschen Vorsicht ist geboten...

Donnerstag, 5. November 2009

Kleine Unterstände für Krabbler...



Pilze gelten als sehr schmackhaft, besonders wenn sie frisch geerntet wurden, da entfalten sie ihr ganzes Aroma, lassen die Gaumen schon bei der Ernte jubeln. Natürlich nur dann, wenn sie auch genießbar sind, da sollte man sich schon sehr gut auskennen, wenigstens jemanden wissen, der mit Bestimmtheit sagen kann, ob sie nun genießbar sind, oder doch besser im Wald verbleiben sollen, vielleicht sogar als erster einen verkosten.



Aber sie dienen nicht nur uns Menschen als ein schmackhaftes Mahl, nein, Pilze haben auch noch eine andere, weitgehend unbekannte Aufgabe im Wald zu erledigen. Sie dienen den kleinen krabbelnden Bewohnern gerade zur jetzigen Jahreszeit, in der häufige Regenschauer niedergehen, mit ihren Kappen als Unterschlupf, schützen sie vor teilweise recht großen Regentropfen, um davon nicht verletzt oder sogar erschlagen zu werden. Eine sehr weise Einrichtung von Mutter Natur.
Und noch eines, den meisten gar nicht bekannt, den Pilzen haben wir unsere Regenschirme zu verdanken. Sie dienten als Vorbild für unseren heutigen Schutz, um nicht nass zu werden.

Ist schon doll, wenn man den Dingen mal so richtig auf den Grund geht, was da so alles hervorkommt...

Mittwoch, 4. November 2009

Im Bann der Liebe ... (3)




Ach herjeh! Wie doch die Zeit vergeht. Was ist schon ein Tag, eine Woche, ein Monat, ein Jahr, und erstmal ein ganzes Jahrzehnt? Praktisch nichts, na ja, so ganz und gar nichts, nein, das kann man so auch nicht sagen, singen geht noch shclechter. Denn zumindest für all jene, die im Satnd der Ehe ihr Zuhause gefunden haben, für die ist ein Jahrzehnt schon etwas ganz besonderes. Und ungewöhnlich ist es auch nicht, dass sich zwei Menschen gefunden haben, um den Weg über den Globus gemeinsam zu beschreiten, zu gehen, wandern, watzen oder flitzen, wie auch immer. Selbst ein aus Tränen entstandener See kann gemeinsam gut durchschwommen werden. Schließlich wartet am anderen Ufer ein rosiges Fest, vielleicht auch noch ein kleines bisserl mehr. 10 Jahre Gemeinsamkeit jedenfalls sind es wert, die "Rosenhochzeit" gebührend zu feiern...



Und immer noch wird ein Jährchen schön langsam und gemütlich nach dem anderen hinzugezählt. Iregndwie ist dieses System auch recht einfach, sollte jeder gut beherrschen. Doch weit gefehlt. Natürlich sind es mal wieder die männlichen ihrer Gattung, die sich der Mathematik, der Addition, also das zusammenzählen von einer Mohrrübe und einem Gläschen Bier, nicht gerade auf das vielleicht etwas zu sehr behaarte Hühnerbrüstchen geschrieben haben. Männer sind schlichtweg vergesslich, und darin sind sie auch noch stahlhart. Um das zu untermauern, da wird nach 11 Jahren mit der Liebsten, ob sie nun mag oder nicht, auch die "Stahlhochzeit" gefeiert...

Nun sollte man ja meinen, nach gestählter Auffrischung der Liebe, da müßte es doch langsam auch genug sein, mit den dauernden Erinnerungen an das erste Mal. Tja, ist aber nicht so, denn die einstmals auf der Weide eingefangenen und beringten Damen der Herzen, die sehen das ganz anders, haben auch deshalb stets einen dieser winzigen Kalender bei sich, in denen nicht nur unzählige Telefonnummern lagern, sondern eben auch solche Termine. Und da ist pinkfarben unterstrichen vermerkt, nach 12 Jahren, also einem ganzen Dutzend voll, hierzu stelle man sich mal zwölf Mehlsäcke vor, nur um die Gewichtung zu verdeutlichen, da steht dann die "Nickelhochzeit" an...


Damit längst nicht genug schon schlappe 6 Monate später, da geht es dann zum ersten Mal gemeinsam in den allseits so geliebten, unkrautfreien Gemüsegarten, in dem sich ein kleines Eckchen frischer Kräuter versteckt, den Pantoffelhelden dabei zum schon wieder ersten Mal zu Gesicht bekommen, hatten davon doch niemals zuvor so etwas gesehen, nix gehört, waren stets der Meinung, alle Kräuter kommen aus der Tiefkühlecke vom Supermarkt. Na ja, reine Gewohnheitssache. Damit auch dieses Fleckchen Erde in guter Erinnerung bleibt, nimmt man die vergangenen 12 1/2 Jahre des teielns von Bettchen und Krabbelecke zum Anlass, samt Kräutern die "Petersilienhochzeit" hinter sich zu bringen...


Die vielfältige Namensgebung der verschiedenen Hochzeitstage ist wahrlich ein nett durchdachter Faden vom gemeinsamen Weg. Auch wenn nciht jeder davon so eben und glatt ist, wie eine frisch geteerte Straße, manche stolperig und auch schon mal mit ein paar Schlag- und Schlupflöchern übersät sind, sogar spitze Steinchen sich dort ein Stelldichein geben, so macht es dennoch Freude, sie zu begehen. Damit so ein Gang, manche sagen auch Wanderung dazu, einige kennen das als Joghuretten-Jumping, oder Flirtstrecke, egal, um der Freude freien Lauf zu verleihen, wird nach dem 13. Jahr der Glückseligkeit von dieser Strecke abgewichen und an einem lauschigen Plätzchen, man achte aber bitteschön auf den Verkehr, da wird dann sehr züchtig die "Spitzenhochzeit" gefeiert...


Man kennt, liebt, neckt, versteckt und trifft sich auch nach nun 14 Jahren, aus denen herauskommen fast schon nicht mehr möglich, eigentlich undenkbar geworden ist, da kommt es unweigerlich zur Überlegung, wenn man denn schon so miteinander verbandelt dasteht, sich mittlerweile auch den Abwasch teilt, sofern der Geschirrspüler leer ist, einmal im Leben was Großes tun, ehe die Gewohnheiten noch weiter ihrem Drang nach Memouiren nachhängen. Ein excellenter Urlaub schafft dabei gute Abhilfe, bringt meistens auch neuen Schwung hinein, läßt jagen und gejagt werden wieder aufleben. Immerhin ist diese Hatz ja schon 'ne ganze Weile hin. Auf einer Safari kann man das sehr schön auf natürliche Art und Weise nachholen, zumindest aus sicherer Entfernung anschauen, all die großen Tierchen, angeführt von diesen gewaltigen elfenbeinfarbenen Stoßzähnen der Töröööö-Elefanten. Da bietet sich in einem Päuschen glatt an, die vollbrachte und bis hierhin überlebte Zeit mit der "Elfenbeinhochzeit" Revue passieren zu lassen...


Leider gehen auch solche abenteuerlichen Urlaube einmal vorbei, auch wenn die Sehnsucht nach weiter Ferne bleibt. Doch das ist kein Grund zu verzagen, liegt doch das Schöne oft so nah. Man muß sich nicht einmal großartig zusammenreißen, nee, es reicht schon völlig aus, die ehemalige Freundin, Sekretärin, Srechstundenhilfe, möglicherweise vergangene Verlobte, auf jeden Fall die des ersten Mal, einfach ans Patschehändchen zu nehmen, mit ihr einen langen Spaziergang ind die Natur zu unternehmen. Romantische Örtchen dafür gibt es reichlich und überall, man braucht nicht mal Geld für Fantasy ausgeben. Ein schöner Halt an einem kleinen Teich, See, der tut es schon, wenn man dort gemeinsam in das vielfach vorhanden kristallklare Wasser hineinschaut, ein paar Versuche unternimmt, einige dieser flachen Steinchen dort flitschen zu lassen, solange übt, bis einer von ihnen 15 Hüpfer schafft, ohne dass dabei eine Ente schwere Verletzungen davonträgt. Soviele müssen es sein, wie die Ehe nun schon andauert, zugleich ein netter Liebesbeweis für diese Zeit sein kann, um zu zweit kuschelig die "Kristallene Hochzeit" zu begehen...

Fortsezung folgt...vielleicht...

Dienstag, 3. November 2009

Größer geht's nimmer...

Ich mag Schiffe ja unheimlich gerne. Auch die großen, die ganz großen Pötte, die schaue ich mir mit Fernweh im Bauch an, wenn sie in Cuxhaven an der Alten Liebe Richtung Hamburg fahren, von dort zurückkehren, um wieder die offene See zu durchpflügen.
Dabei ist es immer ein Highlight, wenn eines dieser riesigen Passagierschiffe vorbeikommt, langsam und gemächlich das Steubenhöft passiert, dort, wo einst viele Menschen auf ähnlichen Schiffen das Land Richtung der neuen Welt verließen, die Hoffnung in sich tragend, in ein besseres Leben zu reisen...
Und einige Male bin ich auch schon auf solchen Schiffen gefahren, so in der Größenordnung wie auf der Collage. Mit der Deutschland sogar mal von Cuxi auf einen Kurztrip für schnuppernde Seefahrer...
Nun denn, sei's drum. Das sind so Schiffe in einer Größenordnung, noch überschaubar und mit der Gabe, eine Kreuzfahrt auch als diese wahrzunehmen.






Doch wie so oft, steht nicht das eigentliche Erlebnis im Vordergrung, sondern die reine kommerzielle Nutzung, der Proft. Daher werden Passagierschiffe jährlich größer, noch größer, mit einer Kapazität von über 6000 Passagieren und nochmal gut 3500 Besatzungsmitgliedern. Soviele passen auf das neueste Schiff, der "Oasis of the Seas", das Ende des Jahres fertig sein soll. Das ist ungefähr so, als wenn mein Wohnort, diese Kleinstadt, komplett sich auf die Meere begibt.
Unvorstellbare 360 Meter lang und über 70 Meter hoch wird dieser Dampfer sein, von dem ich leider kein Foto habe, das aber dem hier oben ähnelt.
Auf einem so gigantischen Schiff bin ich nie gewesen, und ich weiß auch nicht, ob mich das überhaupt reizen könnte. Denn mit Seefahrt hat das für mich nicht mehr allzuviel gemein.

Da ziehe ich dann doch lieber die kleineren Schiffe vor, auch wenn sie nicht so viel Aufsehen erregen, aber mir das Gefühl vermitteln, ja, ich mache eine Seereise...




Montag, 2. November 2009

Projekt - Schöne Momente Herbst/Winter IV


Der Herbst hat neben seiner herrlichen Natur noch etwas für uns, das in den vorausgegangenen beiden Jahreszeiten eher weniger stattfand. Es sind die kuscheligen Stunden Daheim, die der Herbst uns schenkt, sie hin und wieder in gemütlicher Zweisamkeit zu verbringen, ein gutes Tröpfchen zu genießen, auch mal einen Liebesfilm mit der Liebsten anzuschauen, die dunkle Zeit einmal nutzen, den Griff zu einem guten Buch wagen, die ein oder andere Zigarre probieren, gute Gespräche führen, für die sonst eher die Zeit fehlte und viele weitere dieser Dinge, die in nun beginnender Zeit der langsam einkehrenden Ruhe möglich sind, sein sollten.
Einer der schönsten Herbstmomente sind gerade diese Stunden für mich, vor allem wenn man die Möglichkeit nutzen kann, das alles vor einem Kamin genießen zu dürfen, der mit seinem warmen Feuer nicht nur den Körper erwärmt, und durch sein Knistern eine wohlige Stimmung verbreitet, bei der man seine Gedanken um alles Erdenkliche kreisen lassen kann.
Der Herbst schenkt uns diese Momente, wir sollten sie nutzen...
Wer mehr herbstliche Bilder, Geschichten und viel mehr von dieser farbenprächtigen Jahreszeit sehen und lesen mag, braucht nur auf den kleinen Button "Mitmach-Projekt" klicken, dann landet er direkt bei Katinka, die nicht nur einen aufregenden Blog führt, sondern dieses Projekt auch ins Leben gerufen hat.

Sonntag, 1. November 2009

Vom Winde getragen...






Sanft spielt der Herbstwind mit deinem Haar
läßt bunte Blätter rundum lieblich tanzen
das Wogen der Äste gleicht leiser Musik
spielt auf, dein Herz zu erfreuen.


Die Bühne des Waldes ist gut jetzt besetzt
der Chor in den Kronen, er macht sich bereit
das Lied der Liebe im Refrain mitzusingen
das du in deinem Herzen trägst.


Welch herbstlich Konzert erklingt jetzt im Wald
begleitet von fallendem Laub
den Klängen zu lauschen auf ganz weichem Moos
ein schöner Moment, den man genießen muß.


Betörende Soli von Hirsch und von Schrat
im Takt den Stock der Uhu so schwingt
dem lauschen sie alle gebannt und entzückt
ein Waldkonzert, wie's lange nicht war.


Dein liebend Herz, es tut sich da auf
mit wallend Gefühl saugst du in dich ein
was alle dir geben, auch wenn's längst vorbei
die Liebe, sie bleibt, auf all deinen Wegen.





*En mémoire de Nathalie*

Samstag, 31. Oktober 2009

Fröhliche Vorratskammer

Diese schaurige Tür in geheimnisvolle Katakomben des Unsinns und der Neckerei, die gilt es heute Nacht mal zu durchgehen...
Denn nur einmal im Jahr gibt es die Möglichkeit dazu, hinab in die Finsternis des gemeinen Bösen, das so gemein allerdings gar nicht ist, wenn man bedenkt, wieviele Gemeinheiten es im allgemeinen so gibt, die man ja auch immer wieder in der Lage ist, sie zu ertragen. Außerdem machen solche Türen und die dahinter liegenden Abgänge immer sehr neugierig. Wer also Überaschungen mag, keine Furcht vor bösen Geistern hat, die sich da unten gerne tummeln und furchtbare Rituale feiern, der sollte es ruhig wagen, da einmal hinab zu steigen. Ratsam ist, sicherheitshalber einen bunten Faden am Türknauf anzubinden, denn der Rückweg ist meistens sehr schlecht zu finden, Handy geht da auch nicht und vom Net haben die noch nie was gehört. Bei Bedarf an Hilfe bleibt nur der Ruf danach, die wird dann auch sofort kommen. Die finsteren Gesellen mit ihren Fratzen warten nur auf Hilferufe.
Vorsicht ist auf den Stufen hinab geboten. Bananenschalen sind noch das kleinste Hindernis, um den Abstieg zu einer fröhlichen Rutschpartie zu genießen. Am schlimmsten sind die von Dornen umrankten Geländer, an die man sich festhalten muß, um nicht nach links oder rechts abzufallen.
Aber gut, einfach mal versuchen, hin zum Abstieg, auf zur Kellertür und hinunter...schauen, was da kommt, geschieht und vor sich geht...



Hier hockt die Hexe Bonboniere, eine fürchterlich schreckliche ihrer Zunft. Sie ist berüchtigt für ihre gefüllten Sahnebonbons. Daher rührt auch ihr Name. Man sieht gerade noch den letzten Tropfen, den sie der Masse beimengt. Von wegen Sahne, nee, Senf, richtig scharfer Senf ist das. Sie findet Gefallen an solchen Späßchen, verpackt die Klümpchen auch in extra hübschen Papier, damit die Gier der Schleckermäulchen richtig geweckt wird.
Bei Senf fällt mir gerade noch kurz ein. Im letzten Jahr kaufte ich eine Packung Schaumküsse. Die habe ich dann von unten, also von der kleinen Waffelseite her mit ein bisschen solchem Senf verfeinert und großzügig an die Kollegen verteilt.
Anschließend habe ich mich dann abgesetzt, man könnte auch sagen, fluchtartig das Land verlassen.

Ist schon ein bisschen merkwürdig, dass manche Menschen so überhaupt keine dieser kleinen Späßchen vertragen...

Freitag, 30. Oktober 2009

Auf den Spuren von Turnvater Jahn

Durch einen glücklichen Zufall habe ich hier etwas sehr seltenes entdeckt. Man sieht auf diesem Bild ein Kletterbäumchen der Elfen.
Diese kleinen flugtauglichen Wesen, die äußerst scheu sind, sich gar nicht gerne zeigen, sie hüpften, tobten und jauchzten bei ihren Kletterpartien in diesem kleinen Baum, der bestens geeignet ist für alle möglichen Arten des Spiels und der Ertüchtigung. Sogar eine kleine Rutsche haben sie dort in Gebrauch.
Denn, auch kleine Elfen brauchen ihren Spaß und einen Ausgleich für ihre doch recht anstrengende Tätigkeit, wenn sie durch die Gegend fliegen und ihre guten Taten vollbringen.
Leider wollten sie nicht mit auf's Foto.

Sie lieben es nämlich, den Mythos, dass es sie gar nicht gibt, weiter aufrecht zu erhalten...

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Festlicher Abgang

So prachtvoll hat sich gestern abend die Sonne verabschiedet. Rechtzeitig zum Feieraben hat der Himmel die Wolkendecke ein bisschen beiseite geschoben, um noch einmal zu zeigen, welch schöner Anblick es ist, die Sonne bei ihren Vorbereitungen zur nächtlichen Ruhe zu beobachten.

Es sei ihr gegönnt...

Gib mir ein Zeichen...

...dann weiß ich Bescheid. So, oder ähnlich verhält es sich oft, wenn man sicher gehen will. Auch im christlichen Glauben wird hin und wieder mal gerufen: "Oh Herr, was soll ich tun? Bitte gib mir ein Zeichen!"
Die von den Indianern benutzen Rauchzeichen sind wohl eine der bekanntesten. Ob sie tatsächlich auch die aus Filmen bekannte Wirkung hatten, das bleibt verborgen.
Es gibt viele Arten von Zeichen in unserem Leben. Manche sind deutlich, andere so kryptisch, dass sie als ein solches kaum erkannt werden.
Am Sonntag nachmittag habe ich das Foto gemacht. Rein zufällig sah ich aus dem Fenster und erblickte genau dieses Zeichen, was auch immer es gewesen ist. Es war schon später Nachmittag, die Sonne gerade im Aufbruch zur abendlichen Pflege. Vielleicht hat sie mit ihrem Abschminkpinsel ein bisschen gespielt, diese Zeichen an den Spiegel gemalt und an die Hauswand gebeamt, die übrigens schneeweiss ist. Ich weiß es nicht.

Was auch immer es gewesen ist, ich hatte kein Zeichen bestellt...

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Pour un flirt...

...nur ein Flirt, ein ganz kleiner und auch nur so, unverfänglich, hat nix zu bedeuten...
Tja, sagt sich einfach so. Denn hin und wieder entwicklet sich aus einem kleinen Flirt dann doch die große Liebe.
Und überhaupt, was ist schon an einem Flirt auszusetzen, wenn er nach den Regeln der Kunst des flirtens geführt wird.
Nichts! Rein gar nichts, oder vielleicht doch?
Ich finde, ein Flirt so zwischendurch ist ganz nett, egal, wann und wo, nur anständig sollte es dabei zugehen.
Flirten gehört schließlich schon seit ewigen Zeiten zu unserem Leben.



Einer der bekannt, berüchtigsten dabei dürfte sicherlich Fred Feuerstein sein, der schon im Steinzeitalter bewiesen hat, dass Leben nicht nur aus Arbeit und Verdruß bestehen muß. Er war, ist seiner Wilma zwar immer treu gewesen, aber gegen einen kleinen Flirt hatte auch er nie etwas einzuwenden, selbst wenn er sich dabei schon mal ein bisschen patschig angestellt hat...

Dann in der Römerzeit. Auweia, was wurde da geflirtet. Selbst solche Haudegen wie Obelix haben uns gezeigt, wieviel Feingefühl auch hinter den ganz Starken verborgen sein kann. Gegen einen Flirt war auch er nie abgeneigt...

Und dann Donald, der Meister im flirten überhaupt. Er zeigt mehr als deutlich, dass flirten gänzlich unverfänglich sein kann, es nie zur großen Liebe kommen muß, wenn man das Handwerk versteht...


Als letztes hätten wir da noch Schnuffel. Wer kann diesem niedlichen Hasen schon widerstehen, wenn er sein "Dumdedideldei" ins Mikro haucht. Wohl eine der feinsten Arten eines Flirts, nur mit Augenkontakt und Stimme.

So gesehen ist ein Flirt wahrlich etwas sehr schönes, für den Geist, die Seele, die Liebe...






Dienstag, 27. Oktober 2009

Kostenlos - zum mitnehmen

Schach spielen erfordert neben einer guten Kombinationsgabe vor allem eines: Geduld.
Eine Tugend, kostenlos zudem, die wir in heutiger Zeit meistens vergessen haben, wegwischen, als gäbe es diese nicht.
Dabei ist Geduld in vielen Bereichen unseres Lebens ein Schlüssel, einer für Erfolge in vielen Belangen, einer für Wertschätzung eines anderen und ähnlichen Dingen im alltäglichen Leben.
Vieles ist mit, durch Geduld einfacher zu ertragen, als durch unsere stetig steigende Hektik und Hetze.
Das fängt schon bei Kleinigkeiten an, indem wir oftmals jemand anderes nicht ausreden lassen, weil wir nicht geduldig genug sind, allem zuzuhören, was man uns erzählen will. Hektisch fallen wir ins Wort und...
Das hört oftmals damit auf, dass ein(e) Autofahrer(in) sowenig Geduld hat, hinter jemand langsameren hinterherzufahren, so dass es auch schon mal zu schweren Unfällen, die auch tödlich enden können...


Wir sollten uns mal wieder ein bisschen in Geduld üben und Raum für andere lassen.

Montag, 26. Oktober 2009

Projekt - Schöne Momente Herbst/Winter III

Just in diesem Moment, wo sich der als "Goldener Oktober" bekannte wetterliche Charmeur des Herbstes verabschiedet, sind mir unter erleichterten Bedingungen diese Fotos (miß)gelungen, die ein kleines verwunschenes Schlößchen zeigen, das es in sich hat.

Der Sage nach bedarf es eines mutigen Jünglings, der sich auf den Weg macht, das große Tor zu finden. Es heißt, er müsse 3 x laut klopfen, dann würde ihm Einlaß gewährt. Hinter dem Tor solle sich ein kleines Schloß verbergen, in dem eine wunderschöne Prinzessin wartet, von ihm geküßt zu werden. Weiter wird berichtet, nach dem Kuß steigen sie in eine goldene Kutsche und entschwinden darin durch das kleine Tor ins unendliche Glück der Liebe...
Allerdings müsse er 3 Dinge sehr beachten. Der Zutritt wird nur gewährt, wenn sich die Bäume und Sträucher im Schloßpark bei sonnigem Wetterchen in farbenprächtigem Gewand zeigen. Denn von jedem dieser muß er eines der Blätter sammeln, nur darf keines mehr voll saftiger Grüne sein. Als letzte Aufgabe, bevor er Zutritt ins Schloß erhält, gilt es 3 x den Ruf des ziehenden Kranichs nachzuahmen.

Eine recht einfache Aufgabe, wenn man weiß, wo das Schlößchen steht...

Wer mehr schöne Momente anschauen möchte, braucht nur auf den Button zu klicken, dann landet er bei Katinka, die Schutzpatronin dieses netten Projektes, und kann dort jede Menge weiterer Beiträge dazu lesen.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Was geschieht nach dem ersten Mal...(1)

Tja, eine Frage, die sich eigentlich nicht stellen dürfte, denn bevor es zu diesem besagten ersten Mal kommt, da gilt es noch viele Vorarbeiten zu erledigen. Das heiratswillige Männchen muß sich zunächst auf eine Weide, große Wiese, egal, jedenfalls auf ein umzäuntes Gebiet begeben. Sonst sieht es schlecht aus, seinen Jagdtrieb zu stillen.
Von solch einer Weide muß er dann geschickt versuchen, eines der weiblichen dort planlos herumirrenden Geschöpfe einzufangen, möglichst ohne viel Krach, um dieses dann zu beringen.
Das Prozedere nennt man bei manchen Gattungen Eheschließung, grüne oder weiße Hochzeit. Die Benennung erfolgt nach der Jahreszeit. Also, grün im Sommer, weiß im Winter...
Dies ist der Punkt Null.



Ist die Jagd dann vorbei, die Beute erlegt, die Duftmarken plaziert, dann wartet man am besten erstmal ab. In der Regel sind alle notwendigen Rituale nach gut 9 Monaten soweit erledigt, dass zur Zwischenbilanz eine kleine Feierlichkeit ansteht. Nichts großes, nichts festliches, bisschen alltäglich wird ein Fäßchen aufgestellt, ein Ochse in einen Hinterhalt gelockt und dann wird gefeiert. In preiswerten Kreisen nennt man das auch Bierhochzeit. Wer es teurer mag sagt vornehm Ochsenhochzeit dazu.

Sobald sich das alltägliche Leben eingestellt hat, die Routine als Untermieter die letzten 3 Monatsmieten schuldet, dann kommt die Zeit der Besinnung, die der Behaglichkeit, der wohligen und wollenen Gefühle. Und diese Gefühle sind so stark ausgeprägt, dass sie sich zumindest von innen her zeigen wollen, müssen. Dafür aber ist normale Wolle eines Schafes viel zu wenig. Dem Drang der Gefühle kann jetzt nur noch gut getrocknete Wolle vom Baume standhalten. Diesen Zustand einer Zweisamkeit nennt man nach überstandenen 12 Monaten Baumwollene Hochzeit.


Das 2. Jahr einer Ehe ist weitgehend bedeutungslos, so dass die Literatur dieses sinniger Weise ausgelassen hat. Doch schon im 1.Teil eines Quartals, also nach 3 Jahren von Durchhalteparolen durchlebtes Eheglück, da geschieht etwas wunderbares. Wie von selbst löst sich die schlüpfrige Baumwolle auf, vertreut sich überall und zeigt deutlich auf, wie es um die Haltbarkeit solcher Naturstoffe bestellt ist. Um diesem Frevel ein Ende zu bereiten wird es jetzt notwendig, andere, haltbarere Materialien heranzuziehen, die dem ewigen Kampf der Geschlechter ein bisschen gerechter werden, Härte spüren läßt. Aber auch eine 3 Jahre dauernde Kampfhandlung, in der alles mögliche vom Leder gelassen wurde, auch die bedarf eines Waffenstillstandes, der gebührend zu feiern ist. Leicht- und Schwerverletzte erhalten als Trostpflaster eine Telefonnummer, die anderen nennen diese Fete Lederne Hochzeit.



Nun begibt man sich in das 4. Jahr nach dem ersten Mal. Die Aufgaben sind jetzt klar verteilt, da gibt es keine Spielräume mehr für Klöntscherkrams und solche Dönekens. Herauskristallisiert hat sich mittlerweile die Vormachtstellung der weiblichen Hälfte, die zwar häufig nicht die Fäden im Hintergrung spinnt, aber diese in Händen hält, wenn auch noch an einem seidenen Faden. Schon vier lange Jahre nun hatte man Zeit genug, sich aneinander zu gewöhnen, diverse Praktiken der Flucht und Ausrede zu erlernen und die jeweils andere Hälfte zu studieren, die Schwächen auszukundschaften, ohne dabei die Stärken aus den verschlafenen Augen zu verlieren. Um diese Sinne auch weiterhin gebrauchen zu können, steht eine kleinere Inspektion an, nach der ein Umtrunk fällig ist. Gut betuchte umschreiben diese mit Seidene Hochzeit...

Fortsetzung folgt...vielleicht.






Wenn der Schmerz nachgelassen hat...(2)

An diesen Satz wird sich der eine oder andere noch gut erinnern. Und manch einer hätte sich gewünscht, diese Frage so nie gestellt zu haben. Aber in heutiger, kurzlebiger Zeit kommen immer mal Fehler vor, die oftmals erst an der Ungleichheit diverser, eingesetzter Waffen erkannt werden. Eine der beliebtesten und zugleich weitest verbreitesten ist das altbekannte Nudelholz. Klar, nudeln kann man damit auch, aber eben nicht nur. Um die Waffenstärke zu demonstrieren, rottet man sich nach 5 Jahren dann auch zusammen, um diese gebührend zu feiern. Treffsicher wird diese Party dann auch "Hölzerne Hochzeit" genannt...


Nun beginnen die Jahre der Enthaltsamkeit und Leidenschaft. Während der Gatte diese nach alter Urväter-Sitte auslebt, denkt die werte Gattin schon weiter. Bei manch vorausgegangenem Ehekrach sind doch einige der teuren Porzellantellerchen zu Bruch gegangen. Da muß für künftige Auseinandersetzungen haltbarere Munition her. Geschirr aus Zinn tut da zwingend Not, einen Vorrat davon gilt es anzulegen. Um die manchmal noch harmonische Stimmung nicht zu trüben, wird natürlich der wahre Grund dieser Anschaffungen verschwiegen. Stattdessen lockt die Gattin mit einer abendlichen Feierlichkeit, genau 6 1/2 Jahre nach dem "JA" Wort. Auf dem Speiseplan steht die "Zinnerne Hochzeit"...

Um dem Friedenswillen Nachdruck zu verleihen, wieder mal ein bisschen Glanz in die Schlafgemächer zu versprühen, macht sich der Gatte schon gut 6 Monate später auf, passendes Material für seine Veredelungsgedanken zu besorgen. Ein Material, das formbar und dennoch schön ausschaut, man will sich ja nicht lumpen lassen und welche Dame zieht nicht selbstgebasteltes den Diamanten vor. Im kleinen gemütlichen Rahmen überreicht er ihr dann ein Geschenk, voller Stolz, wohlwissend, dass sein Nachbar ab jetzt keine heile Dachrinne mehr hat. Aber was tut man nicht alles nach 7 Jahren, in denen man zum perfekten Pantoffeltreter geworden ist. Solch ein großzügiges Geschenk gibt es zur "Kupfernen Hochzeit"...

Der Ehe steht noch ein weiter Weg bevor, ehe die Anlässe einer Feier nach dem besagten ersten Mal in längeren Zeitabschnitten anfallen. Noch liegen sie nahe zusammen. Denn kaum ist die letzte vorbei, steht auch schon die nächste an, nach geschlagenen und ertragenen 8 Jahren Ehe. Bis hierhin war auch nicht sehr viel Zeit für große Kämpfe, jedenfalls waren kaum Waffen im Spiel. Es herrschte dennoch Unfrieden, verbaler Art. Man redete viel aneinander vorbei, könnte auch sagen, es wurde viel Blech gequatscht. Doch trotz allem ist man auch jetzt wieder in der Lage, sich zu versöhnen, kurzfristig und meistens unerwartet, um den 8. Jahrestag des manchmal größten Schmerzes zu feiern, in der Hoffnung, diesen irgendwann einmal gänzlich zu vergessen. Zu zweit, ohne Gäste wird die "Blecherne Hochzeit" angegangen...


Der Frieden jedoch, er währt nicht lange, ist keiner von dauerhafter Natur. Durch Zufall wurde die neue Munition gefunden, einkassiert und gut versteckt. Damit hatte die Gegenseite natürlich nicht gerechnet. Abhilfe war dringend geboten. Auf die Schnelle war nicht an die immer wiederverwertbaren Zinnkrüge heranzukommen. Also mußte althergebrachtes wieder zum Einsatz. Nachdem man nun 9 gemeinsame Jahre hinter sich gebracht hat, keine Seite ans aufgeben gedacht hat, da war es dann egal, mit welchen Utensilien weiter gekämpft wurde. Neben Tellern und Tassen mußten auch ganze Töpfe herhalten. Nachdem diese kaum noch zu gebrauchen waren, wurde der Versuch eines Friedensabkommens beschlossen. Die dazu notwendige Party nennt sich je nach Geschmack "Töpferne oder Keramikhochzeit"...

Fortsetzung folgt...vielleicht...