Jouir la vie

Geschichten und Bilder aus aller Welt, sowie kleine Geschehnisse mit einem Hauch Kritik im Copyright seit dem 2. März 2008 by Kvelli

Mittwoch, 28. Juli 2010

Sommerpäuschen bis 9. August





Elfen und Feen
Nebelschleier ziehen durchs Land,
grauer Morgen zeigt sein düsteres Gesicht,
lustige Gestalten geben sich die Hand,
zäh sucht die Erde durchdringendes Licht.



Durch feinen Nebel huscht manche Gestalt,
doch nicht jeder kann diese auch sehn,
die Luft ist feucht, ein bisschen kalt,
Es sind Elfen, es sind Feen.



Sie tanzen und hüpfen vor unsren Augen,
durch nichts lassen sie sich vertreiben,
ob sie für Gutes, gar Böses auch taugen,
sie werden wohl lange noch bleiben.



Elfen und Feen sind liebwerte Wesen,
wer ihnen begegnet braucht nichts zu bereu´n,
in vielen Schriften kann man von ihnen lesen,
an diesen Fabeln sollten wir uns erfreu´n.


"Die Kunst der Koketten besteht darin, nichts zu erlauben, und doch dabei alles als möglich erscheinen zu lassen."


(Sully Prudhomme, (1839 - 1907), eigentlich René François Armand Prudhomme, französischer Notar und Lyriker, erster Nobelpreisträger für Literatur 1901)

Dienstag, 27. Juli 2010

Die Sicht der Dinge



Wer hätte das gedacht, da feiert eine allseits bekannte Stange 75-jähriges Jubiläum seit ihrer Erfindung, und niemand nimmt Notiz davon. Wie selbstverständlich greifen wir zu raschelnden Tüten, öfnnen diese und erfreuen uns an kleinem knackigen Gebäck mit ein paar Körnchen Salz drum herum und oftmals an die knirschenden Krümel auf dem Fußboden.
Die Rede ist natürlich von der Salzstange, die auch nach so langer Zeit noch frisch und knackig daherkommt...


Die weltweite Bankenkrise ist angeblich überstanden, dank der Hilfe braver steuerzahlender Bürger. Man sollte zwar meinen, diese nadelgestreiften Banker können mit der ihnen unbedarft anvertrauten Kohle gewissenhaft umgehen, doch das war, ist und bleibt auch in Zukunft ein Irrtum. Einer zu Gunsten der Banken und gegen die Bürger, die durch Steuereinziehungen dafür blechen müssen.
Dabei gibt es doch schon lange eine altbewährte Anleitung für alle Freunde des Geldes.
Monopoly, das nette Familienspiel feiert 75-jähriges Jubiläum...


In einem unserer beliebtesten Urlaubsorte, da wo fröhliche braune Kühe mit ihren Glocken um den Hals die Saison des Kakao einläuten, auch da ist heuer ein Jubiläum an der Reihe. Im beschaulichen Österreich gibt es nicht nur wunderschöne Landschaften, Berge und Seen zu bewundern, auch haben sie dort seit einiger Zeit gut ausgebaute Straßen. Eine davon ist die Großglockner - Hochalpenstraße mit fantastischem Hochgebirgspanorama.
Vor 75 Jahren wurde sie von wagemutigen Menschen gebaut, um dem höchsten Berg Österreichs ein bisschen näher zu kommen...


Wenn jemand in den Krieg zieht, dann löst das in der Regel keine Jubelstürme aus, weder beim verlassen der Heimat, noch bei der Ankunft im Feindesland. Doch einer hat dieses ungeschriebene Gesetz durchbrochen. Dieses Jahr wäre er 75 Jahre alt geworden und hätte sicher noch genauso viel Rhytmus im Blut, wie zu seinen Lebzeiten.
Unvergessen - The King of Rock'n Roll - Elvis Presley...


Und noch ein Jubiläum steht an, ein blechernes, das mittlerweile bei vielen gemischte Gefühle auslöst. Die heute überall bekannte Getränkedose, sie wurde vor 75 Jahren in den USA erfunden, von einem Herrn der Schöpfung, na ja, nicht ganz, sein Name war Gottfried Krueger. Von den Staaten aus machte sich die Blechbüchse auf, die Welt zu erobern...


Tja, so ist das nun mal mit den Dingen, aus meiner Sicht. Gar nicht übel, mal 75 Jahre zurückzublicken. Da ist für jeden etwas dabei, mehr oder weniger.
Man stelle sich eine Urlaubsreise vor, nach Österreich, mit dem Auto über deutsche Hochgeschwindigkeitsautobahnen, über die jetzt nur noch gedachte Grenze ins Nachbarland, mit einer CD von Elvis wo sein fetziger Hit "Wooden Heart" aus den Lautsprechern quillt, mit einer saftigen Tüte voller Salzstangen, die liebevoll von rechts hereingereicht werden, den Blick hinauf zum Gipfel des Großglockners gerichtet, in der linken Hand lässig aus dem Fenster haltend ein vom Fahrtwind gekühltes Erfrischungsgetränk in haltbarer Dose und auf dem Rücksitz die Schwiegermutter mit den drei Kleinen völlig entspannt eine Runde Monopoly spielend.

Wär doch mal ganz schön, nicht wahr...

Montag, 26. Juli 2010

Apassionante




Dieser herrliche Oldtimer, ein 180er Mercedes, er zieht überall wo er auftaucht bewundernde Blicke auf sich. Ist auch kein Wunder, diese Formen haben etwas eigenes, unverwechselbares an sich. Im Gegensatz zu den heutigen Modellen, wo man schon genau auf die Markenzeichen schauen muß, um zu erkennen welcher Typ und Hersteller das überhaupt ist, wurden diese alten Schätzchen immer gleich erkannt.
Und trotz vermeintlich alter Technik und Bauweise, dieser hier abgebildete ist nicht nur zuverlässig, auch rostfrei glänzt er bei herrlichem Sonnenschein.
Vielleicht ist es auch, zumindest für die bisschen ältere Generation ein Zeugnis der Erinnerung. An eine andere, sehr viel gemächlichere Zeit, wo Hast und Eile eher selten vorkamen. Wo man auf den Straßen noch gemütlich fahren, die Landschaft bewundern konnte, ohne von drängelnden Heißspornen durch dichtes auffahren und Hupkonzerte aufgefordert wird, rechts ran, oder es rummst.
Nun denn, diese Zeiten sind endgültig vorbei, heute zählt Geschwindigkeit, auch wenn es aufgrund verstopfter Städte und Autbahnen meistens gar nicht mehr zur schnellen Fortbewegung kommt.
Natürlich haben unsere heutigen Autos auch unendlich viele Vorteile, bringen auf einigen unserer Wege gute Zeitersparnis, vorausgesetzt der fahrbare Untersatz wird vernünftig bewegt.
Deshalb bitte nicht vergessen, wer am Steuer eines durch Motorkraft angetriebenen Gefährtes sitzt, hockt oder steht, der ist sich selbst nicht nur am nächsten, auch ist er gegenüber allen anderen Verkehrsteilnehmern zu größter Rücksichtnahme verpflichtet



Das sollten wir uns immer wieder mal zwischendurch vor Augen halten...

Sonntag, 25. Juli 2010

~ ~ ~ Sti ~ hil ~ le ~ Nacht ~ ~ ~




Sanft legt sich Tau auf Gras im Morgengrauen,
Himmel der Nacht wechselt langsam sein Kleid.
Es ist an der Zeit den neuen Tag zu schauen,
prachtvoll macht Natur für uns sich bereit.

Zart schickt Frau Sonne ihre Strahlen zur Erde,
läßt Tropfen um Tropfen mit Wärme verdampfen,
schiebt Wolken beiseite dass hell um uns werde,
begleitet durch Vögel mit all ihren Klampfen.


Stille der Nacht weicht Lärm im Tagesverlauf,
kaum zu vernehmen noch der Bienen ihr Summ',
das alles doch - wir nehmen es gerne in Kauf,
schon bald ja kehrt Ruh' ein, alles wird stumm.

So sind es die Nächte, oder doch wohl die Tage,
die uns prägen, sogar als Schicksal bestimmt.
Im Raum bleibt stehen diese unsinnige Frage,
kommt immer drauf an, so wie man's nimmt.



Samstag, 24. Juli 2010

Stöckchen vom Grill



Nach langer Zeit habe ich mal wieder eines dieser Stöckchen, warum auch immer die so heißen mögen, na ja, also eines dieser Sorte habe ich letztens bei drei jungen, charmanten Bloggerinnen entdeckt, erst stolperte ich bei Katinka darüber, und eigentlich hätte ich ja gewarnt sein müssen, lag bei Ocean eines derselbigen ebenfalls im Weg, doch stolpern war nicht mehr, es machte plopp. Doch selbst das half nur wenig, denn vor kurzem bretterte ich auch noch ungebremst vor eines bei Anna-Lena.

Hier folgt nun mein Versuch, dieses Stöckchen so verquirlt in den Weg zu legen, dass niemand darüber fällt:

Du führst ein Tagebuch: Aber nein doch, ich bin da schon ein bisschen weiter und habe einen Kalender
Du kochst gerne: Oh ja, allerdings nur zu einem gemütlichen Abend, ohne Zeitdruck
Du treibst regelmäßig Sport: Nun, also, wie soll ich sagen, wie mich ausdrücken, es ist so, also ganz ehrlich mal, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht
Du kritzelst beim Telefonieren vor dich hin: Klar, kleine Männchen und das berühmte Hexenhäuschen findet man überall
Du hast im letzen Monat ein Buch gelesen: Ja ja, es war "Das sanfte Joch der Vortrefflichkeit" von Renate Feyl. Eigentlich eher ein Liebesroman, dreht sich um die Lebensgeschichte von Caroline von Wolzoger, Schwägerin von Schiller, von Emanzipation ist auch jede Menge dabei
Du ersetzt das Toilettenpapier sofort: Oh ja, und immer 2 Ersatzrollen in greifbarer Nähe
Du magst Kreuzworträtsel: Früher schon, jetzt übersehe ich sie einfach, es wiederholt sich darin ja häufig
Du warst auf dem Eiffelturm: Ja, insgesamt 6 mal, aber nur einmal fuhr ich bis ganz nach oben in das kleine Museum, ist ja doch 'ne anständige Höhe
Du hast ein Geheimnis, das du noch niemanden anvertraut hast: Allein diese Frage zu beantworten fällt doch schon unter Geheimnisverrat
Du schnarchst: Natürlich nicht, alle anderen Aussagen beruhen lediglich auf unbestätigten Gerüchten


                           

Du liest auf der Toilette: Ach, kommt drauf an, welche Lektüre sie dort gerade ausgelegt haben. Meistens sind es doch nur Frauenblätter oder die Bildzeitung
Krank sein ist wie Urlaub: Für mich nicht, wohl aber habe ich manchmal so das Gefühl, dass manch einer es so sieht
Du hast oft Besuch: Ab und zu - nicht zu oft.
Du magst Amerika: Es gibt sehr viele Länder die ich lieber mag
Du kannst dir Witze merken: Kaum bis nein
Du spielst Karten: Ja, gerne doch. Skat am liebsten, aber auch Canasta, Rommeé, Poker und natürlich das beliebte Hulle mit Dulle
Du faltest deine Unterwäsche: Würde ich schon machen, hätte ich man welche
Du sprichst im Schlaf: Nein, das nicht, dafür schreibe ich meine Blog-Beiträge
Du ißt schnell: Wenn es gut schmeckt, immer in solchem Tempo, dass der erste Nachschlag sicher ist



Du wanderst gerne: Ja, sehr gerne sogar
Du telefonierst gerne: Nein. Wenn es mir zu lang wird, dann habe ich immer eine Ausrede
Du stellst deine Uhr ein paar Minuten vor: Würde ich wohl machen, doch ich komme an meine nicht heran, sie hängt zu hoch am Kirchenturm
Du kommst immer zu spät: Nein, nur wenn etwas außergewöhnliches geschieht, oder ich einfach keine Lust am zeitigen ankommen habe
Du hast oft Kopfschmerzen: Da habe ich großes Glück und kenne das nicht
Du rauchst: Ja, nur nicht im Auto und wo es nicht erlaubt oder erwünscht ist natürlich. Und niemals draußen, warum auch immer
Du kannst pfeifen: Also, Trillerpfeife geht gut, Tonleiter rauf und runter, sonst eher ein bisschen flöten
Du schreibst regelmäßig Briefe: Habe ich nur ganz selten gemacht, gute 2 Jahre mit einer netten Brieffreundin in den Staaten, im Bundesland Indiana und sie wohnte auch in der Stadt mit gleichem Namen, eine schöne Zeit, ist aber schon 3 Sternenzeiten her, Postkarten hingegen schon
Du glaubst an Vorbestimmung: Ja, auch wenn ich mir nicht sicher bin, geben muß es so etwas
Du putzt dir dreimal täglich die Zähne: Diese Fangfrage beantworte ich jetzt mal nicht



Es gibt etwas, was du gerne beichten möchtest: Sicher doch, nur wäre das eine so lange Beichte, ich glaube kaum, dass jemand bis zum End lesen würde
Du kaust an den Fingernägeln: Das hat mir niemand beigebracht, da kann ich gar nicht mitreden
Du bist Vegetarier: Ich versuche es seit gut und gerne 2 Jahren, doch ist mir der Durchbruch noch nicht gelungen
Du hast alleine in einem Restaurant gegessen: Oh ja, und nicht nur das
Du bist allein ins Kino gegangen: Nee, niemals, würde ich mich ja gar nicht trauen
Du bist allein in Urlaub gefahren: Ja, mit dem Auto an der Küste entlang von Dänemark bis an den nördlichsten Zipfel von Schweden, dann auch mal nach Linz, weiter nach Salzburg und Wien, auch mit dem Auto und dann anders mal nach Lissabon und als letztes einmal nach Hongkong. Mehr war aber nicht allein
Du entschuldigst dich, wenn du glaubst, im Unrecht zu sein: Das ist für mich Ehrensache und macht mir dann auch nichts aus, ist ehr peinlich, weil meistens auch nicht nötig
Du hebst Briefe und Postkarten auf: Manche schon
Du hast deinen Eltern schon mal Geld gestohlen: Nein, nicht mal ansatzweise daran gedacht
Du hast oft das letzte Wort : Ich doch nicht, wie denn auch, meine Gesprächspartner geben in der Regel eh schon vorher auf
Du gibst Obdachlosen Geld: Eine Gretchenfrage die nicht so einfach mit ja oder nein zu beantworten ist, für mich nicht
Du läßt dich gerne fotografieren: Nein, mochte ich noch nie, zudem fotografiere ich meistens, so dass ich automatisch fehle



Das Leben meint es gut mit dir: Dazu sage ich jetzt mal nichts, davon wird dann meine Biografie handeln...

Freitag, 23. Juli 2010

Wer nicht hören mag...




...der muß mit der bitteren Wahrheit und seinen Folgen eben auch selber klar kommen. Ausreden, Ausflüchte und Ablenkung vom Thema, nein, das alles hilft nicht. Wie oft habe ich meinen Schülern gesagt, bitte liebe Leute, und auch bitte alle Lebensmüden, denkt stets an meine Worte, sie sind meistens wohlgemeint. Tja, doch was nutzt uns alles reden, wenn niemand zuhört.
Als kleine Erklärung zum Thema, ich betreibe seit geraumer Zeit eine kleine Zwergenschule, nicht für Flieger und auch nicht für Radfahrer, nee, eine für wagemutige Springer die erlernen möchten, wie man nach einem Absprung aus großer Höhe mindestens eine kleine Überlebenschance hat.



Auf dem Foto ist mein Camp zu sehen. Gut ausgestattet mit allem, was ein echtes Sprunghuhn braucht. Es fehlt wirklich an nichts, an alles ist gedacht. Hier wird Theorie gepaukt, bis die Glocke läutet, und das kann dauern, die ist nämlich kaputt.


Und hier nun das klassische Beispiel von einem meiner Schüler der nicht auf mich hören wollte. Bei seinem ersten Absprung vom Balkon vergaß diese Dumpfbacke doch glatt seinen Fallschirm. Gut, ich kann damit leben, habe ja oft genug gepredigt, dieses für eine sanfte Landung unabdingbare Untensil, also einen Fallschirm mitzunehmen.
Meinem Schüler hingegen ist dieser Flug nicht sehr gut bekommen, er kommt mit dem Ergebnis nicht so besonders zurecht, kann im Gegensatz zu mir damit auch nicht leben, nicht mehr - sein Pech!


Natürlich habe ich alle zur Verfügung stehenden Flaggen gehisst, eine kurze Rede gehalten und ihn dann dem Käferhimmel übergeben. Ein ehrendes Andenken sei ihm gewiß.


Dieses tragische Schicksal eines Käfers, einer der Sorte die nicht hören wollen, es zeigt einmal mehr sehr deutlich auf, wie wichtig es in unserem Leben doch immer mal wieder ist, wenn man sich zwischendurch ein bisschen Zeit nimmt, mit erfahrenen Menschen spricht und sich auch ein paar Gedanken zu deren Worte macht.
Denn nicht alles aus früherer Zeit war schlecht, vieles vom erlebten gerade der älteren Generation könnte und kann unser Leben ein bisschen angenehmer machen.

Das trifft zwar nicht immer zu, aber immer öfter...

Donnerstag, 22. Juli 2010

Ein Kunstpfad entsteht




In den Metropolen dieser Welt, selbst in deutschen Großstädten gehört Kunst längst zum Alltag, genauso wie die Pizza- und Dönerbude gleich nebenan. Internationale Künstler von gestern, heute, morgen und von Vorgestern sind vertreten, zeigen ihre Objekte, Exponate und geistigen Blitze in mannigfaltigen Ausstellungen und auf öffentlichen Plätzen.


In abseits gelegenen Kleinstädten mit dörflichem Charakter jedoch, da war bislang Kunst und deren Werke wenn überhaupt nur spärlich als Gedenkstätten zu finden. Die ländliche Bevölkerung war es den Provinzvätern nicht wert, auch ihnen Kunstgenuß im eigenen Ort zu bieten. Große Künstler verließen scharenweise die öden und langweiligen Dörfer und Kleinstädte, zogen in die Ferne wo man sie gewähren ließ.


Doch jetzt wird alles anders, zumindest im Städtchen Barntrup, ein verschlafenes Nest, ohne Flughafen, ohne Autobahnanschluß, ohne U-Bahn, ohne ICE-Strecke, ohne was auch immer der naturliebhabende Mensch gar nicht in unmittelbarer Nähe braucht.
Nun entsteht hier bei uns fast vor der Haustür ein Kunstpfad mit naturangepaßten Gegenständen, die sich anlehnen und eingliedern zugleich in die natürliche Umgebung. Hergestellt werden die Stücke von einheimischen Menschen mit künstlerischer Ader und Talent.



Passend zum heurigen Wetterchen trägt die erste Skulptur den Namen "Sonnentraum". Eine gelungene Kombination aus unbändiger Sonnenkraft und einfachen Materialien, so finde ich mal.



Gut, es ist wohl sicher nicht die aufregenste Meldung dieser Tage, doch immerhin zeigt sich, dass auch manch verschlafenes Städtchen ein Fünkchen an innovativer Glut in sich hat...
Doch Halt, ganz so ist es dann ja doch wieder nicht. Denn diesen Kunstpfad mit seinen jetzigen und kommenden Skulpturen, den verdanken die Bürger nicht ihren gewählten Vertretern, sondern einem einzelnen privaten Kunstliebhaber.

Einzelaktionen prägen das gesellschaftliche Leben im Staat - jedenfalls auf dem Land...

Mittwoch, 21. Juli 2010

Himmlisches Feuer



Da sitze ich gestern abend entspannt und gedankenlos auf dem Balkon, schlürfte an einem viel zu heißen und noch stärkeren Tässchen Kaffee, prompt klingelte das Handy in meiner (Hosentasche). (editiert) Nichts ahnend ging ich ran, und siehe da, mein alter texanischer Kumpel Johannes Wane war dran. Er ließ mich gar nicht zu Wort kommen, brabbelte gleich drauf los.


Es ging um unseren gemeinsamen Mitstreiter aus alten Tumbstone Zeiten, den guten alten Doc Holliday, auch bekannt als morscher Ferienflieger. Er war mal wieder in Therapie, sollte von seiner Sucht der Fäßchen Whisky loskommen, der olle Trunkenbold. Na ja, Johannes steckte mir, dass Doc jetzt auf so 'ne Art Ersatzwolke an einem Malkurs teilnimmt, ich solle doch mal 'gen Himmel schauen, mir seine ersten Versuche mit Pinsel und Farbe statt Pulle und Wkisky anschauen.


Nun, was soll ich sagen, da bin doch gleich losgestürmt und habe die Versuche von Doc mal eben abgelichtet. Ich finde mal, so übel sind seine Malkünste nicht, obwohl, wer weiß wieviele Flachmänner ihm dabei geholfen haben.


Aber egal, was tut man nicht alles für seine alten Kumpels, die eh nix anderes zu tun haben, als da oben von Wolke zu Wolke zu hüpfen. Pferde sind da leider nicht erlaubt.
Nachdem ich also die Fotos fertig hatte, die hereinbrechende Nacht mich daran erinnerte, dass ich ohne Leuchte unterwegs war, wollte ich mich auf den beschwerlichen Rückweg machen. Doch daraus wurde erstmal nix, denn ich vernahm aus einer leichten Kurve kommend ein fröhliches Gelächter. Ich war allein, dachte, sind es Räuber, Flüchtlinge, Liebeshungrige gar...


Nein, nichts vo alledem. Um die Biegung herum kamen drei junge Menschen, sie erschienen mir wie die berühmt, berüchtigten "Drei Engel für Charly". Aber sie waren es natürlich nicht, nicht im Original, die hängen ja längst bei Madame Tissaut. Dieses muntere Grüppchen war gemütlich unterwegs, machte nicht den Eindruck, als wären sie auf der Flucht. Es waren also drei der guten Art.


Ganz im Stil guter alter Schule trugen sie ihre Klampfen mit und spazierten mit einem hübschen jungen Mädchen des Weges. Nun sagt man ja, drei sind einer zuviel, meistens. Doch in diesem Fall war es augenscheinlich anders. Meine erste Vermutung, die beiden Burschen wollten dem Mädchen die Wahl durch musikalische Klänge erleichtern, die bestätigte sich nicht.
Sie hatte ihre Wahl bereits getroffen, angepaßt der Natur, der goldgelben Farbe des reifen Getreides. Ich meine, es war eine gute Wahl.

Die Bildqualität ist wegen dem starken Sonnenlicht nicht besonders geworden, aber solche Art von regenbogenähnlichen Lichtreflektionen sieht man auch nicht alle Tage.



Den drei jungen Menschen sei hier noch einmal alles gute auf ihren weiteren Wegen gewünscht. Gäbe es mehr von ihnen, wir hätten ein großes Problem weniger...


Und hier noch ein toller Tip! Die nette Coco aus Bloggerland veranstaltet anläßlich ihres runden Geburtstages, nicht des ihren, nein, ihr Blog hat Geburtstag, eine Verlosung mit tollen Preisen. Ein Besuch auf ihrem Blog ist immer sehr lohnenswert, nicht nur zum Geburtstag!

Dienstag, 20. Juli 2010

Wiener Diamanten




Gold, Juwelen, Edelsteine, Diamanten - es wird wohl nur wenige Menschen geben, die sich dem Griff einer mit solch wertvollen Schätzen gefüllten Truhe verwehren könnten, würde es ihnen angeboten. Doch derartig freiwillige Zugriffe sind äußerst selten und eher Bestandteil unserer Märchen.


So machten sich schon frühzeitig erst nur wenige, dann immer mehr Menschen auf, andere Wege zu finden, um an die heißbegehrten Schätze zu gelangen.  Es gab und gibt hierzu die verschiedensten Möglichkeiten. Diebstahl war eine davon, Raubrittertum und Erpressung eine andere, reiche Heirat wegen der Mitgift eine ebenso häufige.


Und dann gab es noch eine, nämlich die der Herstellung von Gold und Edelsteinen auf künstlichem Weg. Das war fast ausschließlich Sache von Spezialkräften, den sogenannten Alchimisten. Es waren keine Zauberer, keine Hexenmeister wie sie hin und wieder dargestellt werden, sie waren schlicht mehr die Vorreiter unserer heutigen Chemiker.

Freudig und furchtlos experimentierten sie mit allen möglichen Materialien um dem Geheimnis des Goldes auf die Schliche zu kommen. Dabei ging natürlich auch viel schief, denn in den Werkstätten der Alchimisten brodelte und qualmte es ständig. Nicht immer konnten sie alles um sich herum kontrollieren, so dass einige schon lange vor dem ersten Motorflug die Erfahrung machten, frei wie ein Vogel gen Himmel zu schweben.



 Gold versprachen sie fast alle, hatten große Aufmerksamkeit in Königshäusern, bekamen Aufträge. Trotz intensiver alchimistischer Forschungen aber hat niemand es je geschafft Gold nachzumachen.



Dennoch waren viele ihrer Versuche ein großer Erfolg, obwohl sich dieser meist erst später herausstellte.
Das weiße Gold wurde erfunden, heute nennt man es Porzellan, und vieles andere uns selbstverständliche basiert auf den Versuchen, den Flügen und dem Wissen der alten Alchimisten.



Eines dieser zufälligen, damaligen Abfallprodukte, eines davon gelang einem gewissen Herrn Strasser aus Wien. Er war Juwelier und wollte sich auch mal in Sachen Gold versuchen. Dabei heraus kamen kristallene Steine, die den echten verblüffend nah kamen. Sie sahen so echt aus, dass sie zur Zeit Maria Theresias bei einem Ball großes Erstaunen auslösten, als sie diese funkelnden Steine an zwei jungen Damen blitzen sah. Die beiden trugen davon soviele, wie selbst Maria Theresia sie nicht hatte.



Das machte Mariechen und Therese sehr wütend und sie fand heraus, dass es Fälschungen waren. Daraufhin unterstellte sie diesem nachgemachten Alchimisten Strasser betrügerische Absichten und verbot die Herstellung in Österreich.



Nun, zum Glück für die heutige modebewußte Damenwelt wußte er sich Rat, verkaufte seine Erfindung nach Frankreich, von wo aus sie ihren Siegeszug in alle Welt antraten. Als Straßsteine sind sie heute aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken.



Schade nur, dass der Name nicht geblieben ist - Wiener Diamanten hört sich doch viel schöner an. Andererseits, immerhin haben sie ja noch ihre kleinen Würstchen...

Montag, 19. Juli 2010

Teutonisches Urlaubsparadies




Heute möchte ich mal für alle noch unentschlossenen Urlaubsreisenden und Stauliebhaber einen besonderen Urlaubsort vorstellen. Er liegt ganz in der Nähe, also nicht mal weiter als schlappe 25 Kilometer entfernt vom berühmten Teutoburger Wald. Berühmt wurde er durch den Cherusker Arminus, auch bekannt als Hermann, dessen Denkmal in der Nähe von Detmold steht. Dort soll er, hat er, könnte sein dass er in dem Wald eine Horde von römischen Soldaten verhauen und sie wieder nach Hause geschickt hat, denn sie hatten sich wohl verirrt.



Diese Urlaubsregion ist schon lange unter den Liebhabern des in Bodennähe wachsenden gemeinen Huflattich ein Geheimtip. Anlaufstelle ist ein großzügig angelegter Ferienpark für Camper mit Zelt, Wohnwagen oder Hängematte. Luxuriös ausgestattet bietet dieser fußschläfrigen Erstlingen kleine Elektrowägelchen an, um die Gegend zu erkunden, die Dünenlandschaft zu bewundern und den nahegelegenen Airport für Kleinstflugzeuge zu erreichen.
Ein großer Sandhaufen mit grobkörnigen Sandkörnersteinchen ziert nicht nur den Eingansbereich, dort ist auch eines dieser Körnchen aus purem Gold versteckt. Graben, suchen und buddeln darf jeder wie er will. Wer den Goldnugget findet, der bekommt satte 3% Finderlohn, der Rest geht an den Staat.


Gut sichtbare Wegweiser in internationaler Schrift zeigen den Unkundigen wo's lang geht. Selbstverständlich hat dieser Park der Ferien auch an die mitgebrachten Haustiere gedacht und überall kleine Ferienappartemnets für sie aufgehängt.


Das Erlebnisbad nach Kreipp und Knülle lädt ganztägig und auch nachts zur Abkühlung ein. Einmalig hierbei ist der Unterwasser-Streichelzoo. Großzügig ausgebaute Wanderwege laden ein zu ausgedehnten Spaziergängen mit guter Überholmöglichkeit. Große Felder mit Kamillenblüten machen den beschwerlichen Weg in den Supermarkt überflüssig. Hier wird der Tee noch frisch aufgebrüht.


Die spärlichen Besitzer von handtaschengerechten Telefonapparaten mit Funkfrequenz und die der elektronischen Datenverarbeitung dienenden Spam-Empfänger und Sender brauchen auch hier nicht auf ihre Mitteilungsbedürfnisse verzichten. Es sind ausreichend Sendemasten dafür vorhanden. Vuvuzela-Freunde können sich an mehreren Feldern erfreuen, auf denen die Grundform dieser Tröten wächst.


Das Angebot an frischen Früchten, Gemüsen und Kräutern ist üppig und sehr gesund. Der Anbau erfolgt nach strengsten Regeln der Anbaukunst und nach EU-Verordnung Typ: "Nimm dir, was du brauchst". An allen Wegzweigungen findet man kleine moderne Verkaufshäuschen mit nettem Personal, die nicht nur knackige Kost verkaufen, auch sonst den allgemeinen Knacktest bestens bestanden haben.


Für die immer mehr Liebesreisenden in diese Region der unbeschwerten Urlaubsfreuden wurden extra Felder angelegt, worauf die beliebten Blumen für Sträuße an die Schwiegermütter wachsen, und auch für solche, die es wohl niemals werden, wollen.


Das absolute Highlight ist und bleibt jedoch der Tempel der Düfte. Eine weltweit einmalige Duftoase, ein unvergeßliches Erlebnis für die Sinne, Geist und Seele. Die Benutzung ist kostenlos und sehr zu empfehlen, denn nach nur einer Stunde in diesem Duft-Tempel fühlt man sich nicht nur eine Stunde frischer, man ist automatisch auch um ganze 60 Minuten jünger geworden.
Eine magische Legende erzählt dazu, es sei vor gut und gerne mehr als über 281 Jahren dort eine junge, ledige Frau im zarten Alter von knapp 38 Jahren eingekehrt. Danach sah man diese Frau nie wieder. Man gab damals die Suche rasch auf. Doch dem Zufall war es zu verdanken, dass ein paar Wochen später der aufmerksame Fahrer eines Mähdreschers mit der Aufgabe das Korn um den Duft-Tempel zu verdreschen, plötzlich etwas vernahm, als er sein wohlverdientes Fläschchen Bier suchte, er leise wimmernde Laute im Kornfeld hörte. Klar, er gab die Suche nach dem Fläschchen sofort auf, rannte in den nächsten Getränkemarkt, kaufte sich dort eine neue, trank sie aus und ging auf die Suche nach dem Gejammere. Und er staunte nicht schlecht, lag da doch vor ihm direkt an der Eingangstür zum Tempel ein kleines strampeliges rosafarbenes Baby. Die damals sofort eingeleitete DNA Analyse sorgte dann für Sicherheit. Es war die junge Frau, die im Tempel eingeschlafen war und nun verjüngt als frisches Baby dort lag. Hätte der Mähdrescherfahrer nicht sofort und hilfsbereit reagiert, wer weiß, was geschehen wäre. Gar nicht auszudenken wenn diese Findung des duftenden Tempelwunders erst 9 Monate oder noch später gefunden worden wäre. Aber gut, heute ist er jedenfalls ein dufter Jungbrunnen, dieser Tempel. Nur einschlafen darin ist nicht gerade empfehlenswert, es sei denn jemand möchte noch einmal frisch und neu geboren werden, doch wer will das schon.

Rundherum also ein Teutonenpark, der die Elemente zum taktielen Erlebnis macht...